Bartenstein: Gesellschaftliche Randgruppen brauchen Hilfe für den Zugang zum Arbeitsmarkt

Österreich bei Umsetzung der EU-Initiative "EQUAL" gut im

Wien (BMWA-OTS) - Zeitplan

"Menschen mit persönlichen oder sozialen
Problemen benötigen Unterstützung für einen dauerhaften Zugang zum Arbeitsmarkt. Aus diesem Grund hat die Europäischen Kommission die Gemeinschaftsinitiative "EQUAL" gestartet, und ich freue mich, dass durch die effiziente Zusammenarbeit von Unternehmen, Sozialpartnern, öffentlichen Stellen und Nichtregierungsorganisationen in Österreich die darin erstellten Vorgaben für eine innovative Arbeitsmarktpolitik rechtzeitig erfüllt werden konnten." Das erklärte Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein heute bei einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zur weiteren Umsetzung dieses Programms in Österreich. Hindernisse für den Start ins Berufsleben wie mangelnde Schul- und Berufsausbildung, Behinderung, Krankheiten, Alkohol- und Drogensucht, Schulden, Haft und Migration und die damit verbundenen kulturellen und sozialen unterschiede und Benachteiligungen sollen damit überwunden werden. Die Umsetzung dieses bis 2006 angesetzten Projekts erfolgt in Entwicklungspartnerschaften, der Europäische Sozialfonds stellt Österreich dafür 1,4 Milliarden Schilling (101,7 Millionen Euro) zur Verfügung, derselbe Betrag wird aus Bundesmitteln zur Verfügung gestellt. ****

Bartenstein nennt als Ziele dieser Initiative die Erleichterung des Zugangs zum Arbeitsmarkt, die Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auf dem Arbeitsmarkt, die Verbesserung von Arbeitsplätzen in der Sozialwirtschaft, die Förderung des lebensbegleitenden Lernens, die Reduzierung geschlechtsspezifischer Segregation am Arbeitsmarkt und Maßnahmen für Asylwerber. Dabei sollen die Ansprüche und Chancen der Informationsgesellschaft sowie die - immer noch nötige - Förderung des Bewusstseins um die Gleichwertigkeit der Geschlechter besondere Berücksichtigung finden.

Die Grundsätze der Umsetzung von EQUAL in Österreich wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gemeinsam mit den Ministerien für Bildung, Wissenschaft und Kunst und für Soziale Sicherheit und Generationen im September des Vorjahres vorgelegt und von der Europäischen Kommission im Mai 2001 genehmigt. Die konkrete Umsetzung erfolgt in Entwicklungspartnerschaften. Hier haben Vertreter aus den Sozialpartner-Organisationen, von Unternehmen, öffentlichen Stellen und Nicht-Regierungs-Organisationen in intensiver Zusammenarbeit bis zum vergangenen Sommer 148 Projekte ausgearbeitet und eingereicht, von denen 81 genehmigt wurden, so dass die erste Aktionsstufe erfolgreich gestartet werden konnte. Aufgabe der nächsten Zukunft wird es sein, aus den Entwicklungs- echte Arbeits-Partnerschaften zu machen, die unter Einbeziehung derer, die gefördert werden sollen, die Aktivitäten zielgerichtet weiterführen sollen. Erwartet werden neue und ungewöhnliche Modelle für die Lösung der Probleme von Diskriminierung und Ausgrenzung am Arbeitsmarkt, die dann auf unterschiedlichen Ebenen in Politik und Praxis umgesetzt werden sollen. Transnationale Zusammenarbeit - mit den EU-Mitgliedstaaten und mit den beitrittswerbenden Ländern - soll, so Bartenstein, die Ziele der EQUAL-Initiative im europäischen Rahmen unterstützen.

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