Morak verleiht Staatspreis für Kinderlyrik 2001

Wien (OTS) - "Die Werke unserer diesjährigen Preisträger zeigen, dass hier keineswegs "kleine" Gedichte geschrieben werden, die erst laufen lernen müssen, sondern dass die Kinderlyrikerinnen und Kinderlyriker für uns alle schreiben und dass es sich beim Kindergedicht um eine Kunstform handelt, die es verdient, beachtet, gelesen, besprochen, gekauft und nicht zuletzt auch mit Preisen ausgezeichnet zu werden" sagte Staatssekretär Franz Morak, heute, Montag, anlässlich der Verleihung des Staatspreises für Kinderlyrik an Georg Bydlinski und Gerald Jatzek im RadioKulturhaus.

Den Preis der Kinderjury erhielten Josefine Hirsch für das Gedicht "Die Muschel hat das Meer gefangen" und Christine Nöstlinger für das Gedicht "Letzte Warnung"

Seitdem Kinder als zahlungskräftige Konsumenten und als Zielgruppe der Werbung entdeckt wurden, stehen sie im Mittelpunkt des Interesses der Medienkonzerne. Trotz des so großen Angebots an Kindermedien im Zeitalter der entwickelten Informationsgesellschaft habe sich das Buch als "Speicher der Literatur" behauptet so Morak, so wie auch allen Prognosen zum trotz nach wie vor jene Kunstformen weiterleben, deren Ende regelmäßig vorhergesagt werden. "Wir sind zwar immer mehr von Bildern und Bildmedien umgeben, wir leben aber nach wie vor in einer Welt der Wörter, der verschiedenen Sprachen und Sprachformen. Erst mit unserer Sprache lernen wir zu denken, lernen wir die Welt begreifen, können wir unsere Erfahrungen mit anderen teilen, können Vorstellungen über die Welt entwerfen und uns über sie verständigen", betonte Morak.

Lyrik für Kinder erhält oft nicht jene gesellschaftliche Anerkennung und Aufmerksamkeit, die ihr zustünde, so Morak, von der Kritik werde sie nur unzulänglich beachtet und nur selten diskutiert. "Umso wichtiger sind staatliche Preise für außergewöhnliche literarische Leistungen in diesem Genre. Der Österreichische Staatspreis für Kinderlyrik verfolgt daher seit seiner Gründung 1993 zwei Absichten: Zum einen soll mit ihm das Werk von bedeutenden Kinderlyrikern ausgezeichnet werden, zum anderen soll eine Öffentlichkeit erreicht werden, die über die Kinderabteilungen der Buchhandlungen hinausgeht" so Morak abschließend, der sich bei Hörfunkintendant Manfred Jochum für das Engagement des ORF bedankte.

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