Cap zu BSE: Mangelnde Kontrolle bei den Futtermitteln

Wien (SK) Massive Kritik an Landwirtschaftsminister Molterer äußerte der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Josef Cap nach dem Auftreten des ersten BSE-Falls in Österreich: "Trotz des BSE-Fehlalarms heuer in Tirol mussten wir feststellen, dass der Landwirtschaftsminister, aus reinen Kosten- und Einsparungsgründen, die Futtermittelkontrollen verringert hat. Die Futtermittelkontrollen auf den Bauernhöfen sind besonders stark vernachlässigt worden." Zudem stehe im Bericht der EU-Kontrollore, dass die Umsetzung der BSE-Vorsichtsmaßnahmen ungenügend und nicht ausreichend seien, so Cap am Montag in einer Pressekonferenz. ****

Cap betonte sein Mitgefühl für den betroffenen Bauern. Eine bessere Futtermittelkontrolle hätte nicht zuletzt dem Schutz der Bauern selbst gedient. Der gf. SPÖ-Klubobmann erwartet sich nun vom Landwirtschaftsminister einen genauen Bericht, wie es dazu kommen hat könnte, dass die Bauernhöfe verwechselt wurden. Für Cap ist das ein Zeichen der "Inkompetenz". Für die Verbraucher sei das höchst bedenklich.

An Landeshauptmann Pröll stellt Cap die Frage, wie viele Probeziehungen es in Niederösterreich gegeben habe. Denn für diese Ziehungen sei das Land zuständig. Der gf. SPÖ-Klubobmann unterstrich, dass die SPÖ hinter den Bauern stehe, die gutes und gesundes Fleisch produzieren. "Wir erwarten uns jetzt auch eine Werbekampagne für Biobauern. Die Wertigkeit des Biolandbaus muss erhöht werden. Das muss auch einen Niederschlag bei den Förderungen finden", bekräftigte Cap.

Die SPÖ fordert eine Beibehaltung der flächendeckenden Probeziehungen, weiters eine Forcierung von Forschung und Entwicklung, um am lebenden Rind Proben ziehen zu können. Es müsse zu einer lückenlosen Aufklärung des BSE-Falls kommen und die Gesetze müssten endlich angewandt werden. (Schluss) ns

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