HGPD-Kaske kritisiert Entwurf zum neuen Heilmasseurgesetz

Übergangsbestimmungen kommen Berufsverbot nahe

Wien (HGPD/ÖGB) "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint", mit diesen Worten charakterisierte Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst den von Minister Herbert Haupt vorgelegten Entwurf zum Heilmasseurgesetz. "Wir erkennen durchaus an, dass nach jahrelangen Diskussionen endlich für die Berufsgruppen der Heilmasseure etwas getan werden muss, es kann jedoch nicht so sein, dass die Stellungnahmen der Betroffenen nicht berücksichtigt werden" stößt Sektionssekretär Michael Haim ins gleiche Horn.++++

Zur Erinnerung: Es gibt eine Einigung von Ärztekammer, ÖGB-Fachgruppenvereinigung und Wirtschaftskammer Österreich über eine Verbesserung der Ausbildungssituation der HeilmasseurInnen. Durch entsprechende Aufschulungsmaßnahmen soll dabei auch eine Durchlässigkeit zum gewerblichen Masseur gegeben sein. "Die vom Ministerium verlangte Aufschulung reicht jedoch bei weitem nicht aus, um gewerbliche Masseure sozusagen auf Kranke loslassen zu können", warnt Michael Haim: "Außerdem sind die Übergangsbestimmungen für die schon bestehenden Heilmasseure, welche oft zigtausend Schilling für Zusatzausbildungen ausgegeben haben, zu restriktiv. Das kommt einem Berufsverbot nahe und kann von der Gewerkschaft HGPD nicht akzeptiert werden.

Kaske abschließend: "Wir erwarten von Minister Haupt und seinem Ministerium, dass auf die berechtigten Anliegen von ÄrztInnen, HeilmasseurInnen und physikalischen Instituten Rücksicht genommen wird. Es geht nicht an, dass in Zukunft gewerbliche MasseurInnen in einem Schnellkurs die Kompetenz von HeilmasseurInnen erwerben und noch dazu ohne ärztliche Aufsicht arbeiten können." Die Gewerkschaft HGPD unterstützt vollinhaltlich die Stellungnahmen von Ärztekammer, Wirtschaftskammer Österreich und der ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe und möchte auf diesem Weg auch auf die Pressekonferenz zum Thema am 12.12.2001 um 10 Uhr im Hotel Plaza, 1010 Wien, Schottenring 11 hinweisen.

Wien, 10. Dezember 2001
Nr: 1075

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