KfV: "Gehen wir einen Punsch trinken?" wörtlich nehmen

Zahl der Unfälle durch Alkohol steigt wieder - Punsch besonders gefährlicher Mix - KfV appelliert: Don't punsch and drive

Wien (OTS) - "Gehen wir einen Punsch trinken?" ist wohl eine der meist gestellten Fragen in der Weihnachtszeit. Wer dann nach dem Punsch-Trinken "geht", mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Taxis unterwegs ist, kann sich auch sehr sicher sein, dass es beim reinen Vergnügen bleibt. Ansonsten hat der weihnachtliche Spass für manchen schon böse geendet: Alko-Lenker gefährden sich und andere in hohem Ausmaß. Alarmierend ist, dass die Zahl der Unfälle durch Alkohol wieder steigt. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit appelliert daher: "Don't punsch and drive!"++++

Punsch hat es noch dazu nicht nur geschmacklich in sich, auch die Wirkung ist - wie bei gemischten Getränken allgemein - ein Hammer. Einmal "zuschlagen" kann schon zuviel sein: Die "Ein-Glas-Regel" ist nämlich besonders bei diesen Getränken keine Garantie dafür, dass die 0,5 Promillegrenze nicht überschritten wird.

Jeder Mensch hat individuelle körperliche Eigenschaften, es kann für den einzelnen nicht mit Sicherheit im Voraus festgestellt werden, wieviel Promille er nach einer bestimmten Alkoholmenge haben wird. Der Irrglaube, dass die Promillehöhe von der subjektiven Befindlichkeit oder der Selbsteinschätzung der Trinkfestigkeit abhängt, ist immer noch weit verbreitet. Auch wenn man sich nicht "blau" fühlt, kann bereits eine körperliche Beeinträchtigung vorhanden sein. Tatsächlich ist die Promillehöhe vor allem von folgenden Faktoren abhängig: Körpergewicht, Zeitraum, in dem der Alkohol getrunken wird, Magenfüllung, individuelle Relation zwischen Muskel- und Fettgewebe, Geschlecht und Gesundheitszustand. Deshalb:
Auf Nummer sicher "gehen" und kein Fahrzeug lenken!

Zwt.: 14 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 9 PKW-Insassen (davon 5 Lenker), 1 Lkw-Lenker, 1 Moped-Lenker und 3 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Geschwindigkeit (7), Vorrangverletzung (3), Unachtsamkeit (1) und Überholen (1) festgestellt werden. Bei einem Verkehrsunfall konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 3 Fußgänger kamen durch Fremdverschulden ums Leben. Alkoholisierung war bei 2 Verkehrsunfällen Mitursache. 6 der 13 Verkehrsunfälle waren sogenannte Alleinunfälle. Ein Fahrzeuglenker hatte keine Lenkberechtigung. 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet.

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