"Schlössl" in Wöllersdorf-Steinabrückl wird renovíert

9 Wohnungen, Museum, Gemeindebücherei

St.Pölten (NLK) - In der Marktgemeinde Wöllersdorf-Steinabrückl (Bezirk Wiener Neustadt) wird seit Spätherbst 2000 das barocke "Schlössl" in Wöllersdorf renoviert, was der Kommune für den denkmalpflegerischen Teil Gesamtkosten von 8,37 Millionen Schilling (608.272 Euro) kostet. 6,12 Millionen Schilling (444.758 Euro) trägt die Gemeinde selbst, der Rest wird auf verschiedene Subventionsträger verteilt, unter anderem auf die Abteilung Kultur und Wissenschaft des Amtes der NÖ Landesregierung. Die NÖ Landesregierung beschloss kürzlich einen Beitrag von 1 Million Schilling (72.673 Euro) für Denkmalpflegemaßnahmen. Die Gesamtkosten der Renovierung des "Schlössls" mit einem zusätzlichen Neubau, die Arbeiten werden bis zum Frühjahr 2002 abgeschlossen, betragen rund 20 Millionen Schilling (1,45 Millionen Euro).

Das "Schlössl" wurde Ende des 17. oder am Beginn des 18. Jahrhunderts erbaut. Ferdinand Schmid von Schmidsfelden (1728 bis 1782) vergrößerte das Herrenhaus und gab ihm mit einem Längstrakt und zwei kurzen Seitenflügeln ein schlossähnliches Aussehen. Diese Familie betrieb einen Kupferhammer und wohnte hier 150 Jahre lang. Im zweigeschossigen ländlichen Barockbau waren schon früher Wohnungen untergebracht. Die Marktgemeinde Wöllersdorf-Steinabrückl kaufte in den letzten Jahren das "Schlössl" von einem Privatbesitzer, dem sie den Bau früher veräußert hatte, wieder zurück. Jetzt sollen im Altteil und in einem neuen Trakt, der rund 40 Prozent des gesamten Bestandes ausmachen wird, 9 Wohnungen errichtet werden. Weitere Räume sind für Vernissagen, Skulpturen und Malereien sowie für die Gemeindebücherei vorgesehen. Auch soll ein Museum eingerichtet werden. Dieses Museum soll besonders auf zwei geschichtliche Teile eingehen, auf die Frühzeit der Gemeinde - besonders der La Tène-Epoche der Kelten knapp vor der Zeitenwende und den dazugehörigen Funden - und den Jahren ab 1750. In dieser Epoche werden die Besucher etwa an den Kupferhammer der Familie Schmid-Schmidsfelden oder an die Munitionsfabrik des k.u.k. Militärs erinnert.

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