FP-Wagner: Freiheitliche entschieden gegen die Verbauung von 10.000 m2 Grünfläche im Augarten!

Auch Ariel Muzicant muß akzeptieren, daß der Augarten wegen des Denkmalschutzes, der Bausperre und des Widerstands aus der Bevölkerung nicht für den Sportklub Hakoah verbaut werden darf.

Wien, 10-12-2001 (fpd) - Gegen die Verbauung des Wiener Augartens mit einem Sportplatz für den Sportverein Hakoah sprach sich heute der Obmann der FPÖ-Leopoldstadt, LAbg. GR Josef Wagner aus.
"Der von mir bereits 1998 geforderte Denkmalschutz für den Augarten, wodurch einer weiteren Zerstückelung und Bebauung Einhalt geboten wird, wurde mittlerweile vom Nationalrat beschlossen. Seit 1. Jänner 2000 ist diese historische Parkanlage durch das Denkmalschutzgesetz vor weiteren Eingriffen geschützt. Mit seinen 53 Hektar ist der Augarten eine wichtige Grünoase inmitten des dicht bebauten Gebiets in der oberen Leopoldstadt. Im August wurde die Revitalisierung des "Englische Garten" mit einem Aufwand von fast einer Million Schilling abgeschlossen. Seither ist diese von Josef II. mitentworfene Anlage wieder der Öffentlichkeit voll zugänglich.

Der ursprünglich Sportplatz von Hakoah wurde 1938 enteignet. Seit einigen Jahren läuft nunmehr wieder eine Diskussion bezüglich eines Ersatzplatzes. Schon Bürgermeister Helmut Zilk bot der Hakoah 15.000 Quadratmeter Grünland in Strebersdorf für den Bau eines Sportzentrums an. Dieses und vier weitere Angebote in der Leopoldstadt wurden vom Vorsitzenden der Israilitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant abgelehnt. Seit zehn Jahren ist ein etwa 10.000 Quadratmeter großes Grundstück im Augarten in das Blickfeld von Muzicant geraten, der sich gegenüber jeglichem Argument der Bevölkerung und auch der Bezirkspolitiker taub stellt.

Die FPÖ bekennt sich zu der zwischen der Republik Österreich und den USA im Jänner abgeschlossenen Vereinbarung über Entschädigung und Restitution für NS-Opfer. Darin ist festgehalten, daß die Gemeinde Wien der IKG ein vergleichbares Grundstück in Langzeitmiete in der Nähe des ursprünglichen Standorts anbieten wird. Der Augarten wird in dieser Vereinbarung nicht genannt. Obwohl Anrainer, ÖVP, Grüne und FPÖ eindeutig gegen einen Hakoah Sportplatz im Augarten sind, unterstützt die SPÖ den von Bürgermeister Häupl vorgeschlagenen Augarten als neuen Standort für die Hakoah.

Die FPÖ Leopoldstadt steht zu dem vor drei Jahren gemeinsam von allen Parteien des Bezirks eingebrachten und in der Bezirksvertretung beschlossenen Antrag, daß es keine weitere Verbauung im Augarten geben darf. Durch das Beharren von Muzicant auf den Standort Augarten wird die Rückgabe eines Ersatzgrundstückes an den Sportverein Hakoah weiter verzögert. Muzicant sollte endlich einsehen, daß der Augarten wegen des Denkmalschutzes, der Bausperre und des Widerstands aus der Bevölkerung und aller politischen Parteien außer der SPÖ nicht in Frage kommt. Wenn Muzicant und die IKG die weiteren Verhandlungen über ein Ersatzgrundstück den Vereinsfunktionären der Hakoah überläßt, stünde einer raschen Lösung nichts im Wege.

Zusätzlich zu den bisher angebotenen Plätzen Kaiserallee, Spenadlwiese, Gärtnerstraße und hinter dem Stadionbad sollte die Gemeinde Wien der Hakoah einen Ersatzstandort im Leopoldstädter Nordbahnhofgelände anbieten. Eine Sportanlage stünde im Einklang mit dem vor Jahren beschlossenen Siegerprojekt zum bedeutendsten innerstädtischen Entwicklungsgebiet am Nordbahnhofgelände. Dieser Standort fände sicher die Zustimmung der Oppositionsparteien im Bezirk und stoße nicht auf Widerstand von Anrainern, schloß Wagner.

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