ÖAMTC: Christbäume sind problematische Beifahrer

Fest verzurrt auf dem Autodach, fährt der Baum verkehrssicher mit

Wien (ÖAMTC-Presse) - Eine schöne Bescherung, wenn der soeben gekaufte Christbaum nicht ins Auto passt. "Auf die Verkehrssicherheit der Christbaum-Fuhre wird dann oft wenig Wert gelegt", sagen die ÖAMTC-Experten. Beim Versuch, ihn "irgendwie" vom Christbaumhändler nach Hause zu bringen, erweist sich der Baum oft als ungemütlicher und problematischer Beifahrer.

Haarsträubend ist für die Verkehrsexperten, auf welch abenteuerliche Weise Christbäume oft transportiert werden: Auf den Beifahrersitz gepackt, raubt der Baum dem Fahrer die Sicht, schränkt seine Bewegungsfreiheit ein und piekst ihn bis zum Ausrasten. Irgendwie zwischen den Vordersitzen liegend, macht er das Angurten und Bedienen der Gangschaltung unmöglich. Aus der offenen Heckklappe hinausragend, kann der Baum auch andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Sogar aus offenen Schiebedachfenstern stehende, überlange Christbäume wurden in den vergangenen Jahren immer wieder gesichtet.

Die ÖAMTC-Experten wollen den "Weihnachtsmännern" mit verkehrssicheren Transport-Tipps für Christbäume unter die Arme greifen. Diese Ratschläge sollten auch beherzigt werden, wenn der Weg vom Christbaumhändler nach Hause nur kurz ist.

* Wird der Baum im Fahrzeuginneren befördert, darf der Lenker in Sicht und Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt sein. Damit das Harz nicht die Sitzpolster "verpickt", eine Plane oder eine alte Decke unterlegen.

* Zur verkehrssicheren Befestigung am Autodach verzurrt man den Baum am besten mit breiten, widerstandsfähigen Gewebebändern mit Metallverschluss auf dem Dachträger fest. Ein unzureichend fixierter Baum, der etwa nur schnell auf das Autodach gebunden wurde, gefährdet die Verkehrssicherheit. Bei einem Unfall kann dies rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

* Wenn der Christbaum mehr als einen Meter über das Fahrzeug hinausragt, muss er gekennzeichnet sein. Die dafür notwendige Tafel ist 25 x 40 cm groß, weiß mit fünf Zentimeter breitem, rotem, rückstrahlendem Rand.

* Bei Dunkelheit und Dämmerung ist für die "überlange" Christbaum-Fuhre nach vorne in Fahrtrichtung weiße, nach hinten rote Beleuchtung vorgeschrieben.

* Ragt der Baum um mehr als ein Viertel der Fahrzeuglänge hinaus, wird das Gefährt zur Langgutfuhre. In diesem Fall gilt ein Tempolimit von 50 km/h auf Freilandstraßen und 65 km/h auf Autobahnen und Autostraßen.

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