Gasteiner Perchtenlauf - Buntes Spektakulum aus vorchristlicher Zeit - BILD (web)

Bad Hofgastein (OTS) - Wenn sich im Gasteinertal der historische Perchtenlauf formiert, dann feiert eine Jahrhunderte alte Tradition fröhliche Urständ. Denn Geschichte hin oder her; ein Spaß ist es allemal. Für Zuschauer und nicht zuletzt auch für die Teilnehmer. Bei denen handelt es sich, so ist es Brauch, ausschließlich um Männer, auch wenn der erste Blick auf die bunte Truppe einen zunächst Lügen straft. So erkennt man nur bei genauerem Hinsehen die maskulinen Gesichtszüge des "Schleiferweibls" oder der "Nachtänzerinnen", die in traditioneller Frauen-Tracht den Zug begleiten.

Bis zu 100 Köpfe werden auch in diesem Winter an dem nur alle vier Jahre stattfindenden Gasteiner Perchtenlauf teilnehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei weniger die bereits erwähnten "Nachtänzerinnen". Hauptaugenmerk gilt neben den sogenannten "Schiachperchten" (schiach = hässlich) vor allem den "Schönperchten". Während die Erstgenannten mit wilden Fabeltier-Masken ausgestattet und in Felle gekleidet die Unterwelt darstellen, repräsentieren die "Schönperchten" das Gute.

Der Gasteiner Perchtenlauf, der in diesem Winter am 30. Dezember zunächst von Bad Gastein nach Bad Bruck sowie am 6. Januar 2002 von dort weiter nach Bad Hofgastein führt, ist mit rund 15 Kilometern der längste und damit auch kraftraubendste in Österreich. Wer mehr über diesen Brauchtum erfahren möchte: Anfang Dezember erscheint das Buch "Die Gasteiner Perchten" (ISBN 3-9502097-7-8) von Franz Hochwarter. Online-Bestellungen unter http://www.hochwarter.at (35,97 Euro).

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