AK-Tipps für einen sicheren Weihnachtseinkauf

Wien (AK) - Der Einkaufsstress in der Vorweihnachtszeit hat schon für viele Konsumenten begonnen. Es gibt aber einiges beim Einkauf zu beachten, sagen die AK-Konsumentenschützer: Einige Händler greifen bereits jetzt auf die ab Jänner gültige zweijährige EU-Gewährleistung vor und versprechen eine Zwei-Jahres-Garantie, was rechtlich nicht das gleiche ist. Tipp der AK: Die Konsumenten sollen jedenfalls verlangen, dass sie vom Händler einen Vermerk auf die Rechnung bekommen: "Zwei Jahre Gewährleistung entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen ab 1. Jänner 2002". Gefällt das Weihnachtsgeschenk nicht, und soll es umgetauscht werden? Tipp der AK: Konsumenten müssen bereits beim Kauf den Umtausch vereinbaren oder auf der Rechnung bestätigen lassen. ****

Neue Gewährleistung schon jetzt?
Ab 1. Jänner gilt die neue zweijährige - statt sechsmonatige -Gewährleistungsfrist für bewegliche Waren und Dienstleistungen. Neu ist auch die Beweislastumkehr. In den ersten sechs Monaten nach Übergabe der Ware muss der Händler beweisen, dass allfällige Schäden auf Bedienungsfehler zurückzuführen sind, und nicht wie bisher die Konsumenten.

Für das heurige Weihnachtsgeschäft haben einige Händler ihren Kunden "Zwei-Jahres-Garantien" versprochen. Aber: Was manche Händler ihren Kunden derzeit als Vorgriff auf die ab Jänner gültige zweijährige EU-Gewährleistung versprechen, hat oft mit den tatsächlichen Rechten nach den neuen Bestimmungen wenig zu tun, warnen die AK-Konsumentenschützer. Konsumenten sollen sich daher nicht mit Garantie-Versprechen abspeisen lassen. Oft würden sich die Händler dabei nur zur Reparatur eines fehlerhaften Gerätes verpflichten, nicht aber, wenn nötig, den Austausch, Preisminderung oder Vertragsauflösung garantieren.

Tipp der AK-Konsumentenschützer: Die Konsumenten sollen jedenfalls verlangen, dass sie vom Händler einen Vermerk auf die Rechnung bekommen - "Zwei Jahre Gewährleistung entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen ab 1. Jänner 2002"

Nützliches für die Geschenk-Gutscheine
+ Wollen Sie einen Geschenk-Gutschein unter den Christbaum legen, lassen Sie ihn schon in Euro ausstellen. Freilich bleiben auch Schilling-Gutscheine weiterhin gültig. Gutscheine sind - wenn kein Datum drauf steht - 30 Jahre lang gültig. Die Schillingbeträge werden in Euro umgerechnet.

+ Gutscheine können - wenn sie namenlos sind - von jedem Inhaber eingelöst werden. Bei der Einlösung kann Name und Adresse verlangt werden - hier ist vielleicht mit vermehrten Werbezusendungen zu rechnen.

+ Gutscheine gegen Bares ist grundsätzlich nicht möglich. Es können die Waren oder Dienstleistungen aus dem jeweiligen Sortiment gekauft werden.

+ Kostet das Produkt weniger als der Gutscheinwert ist, dann bekommen Sie für den Restbetrag einen neuerlichen Gutschein.

+ Ein Gutschein ist grundsätzlich 30 Jahre lang gültig. Geht das Unternehmen in der Zwischenzeit pleite, kann aber auch ein noch gültiger Gutschein wertlos werden. Eine vertragliche Verkürzung der Gültigkeitsdauer ist möglich. Oft haben Gutscheine Einslösungsfristen von einigen Monaten aufgedruckt. Zu kurze Fristen sind unzulässig.

Gefällt das Geschenk nicht?
Konsumenten haben keinen Rechtsanspruch auf den Umtausch der Ware. Es ist ein reines Entgegenkommen des Verkäufers. Sie müssen den Umtausch ausdrücklich vereinbaren oder auf der Rechnung bestätigen lassen. Einige Unternehmen räumen einen Umtauch von sich aus ein. Sie finden dann solche Zusicherungen bereits zB auf den Rechnungen. Beachten Sie auch die Fristen, innerhalb derer Sie umtauschen können.

Rückfragen & Kontakt:

Tel. (01) 501 65-2677
email: akpresse@akwien.or.at
http://www.akwien.at

AK Wien Presse Doris Strecker

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AK