Sima fordert "lückenlose Aufklärung" des BSE-Verdachtsfalles

Wien (SK) "Sehr bestürzt" zeigte sich die SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima am Freitag kurz nach Bekanntwerden des zweiten BSE-Verdachtfalles in Österreich gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Sie verlieh ihrer Hoffnung Ausdruck, dass sich der Verdacht doch noch als falscher Alarm erweise. Man müsse die Details der Untersuchung noch abwarten. "Wir fordern die lückenlose Aufklärung dieser Causa und die Sicherstellung sämtlicher möglicherweise infizierten Materials", erklärte Sima. Zusätzlich müsse der aktuelle Verdachtsfall zu entsprechenden Konsequenzen führen, da jetzt endgültig festzustehen scheint, dass "kein Land vor dieser für den Menschen so hochgefährlichen Tierseuche gefeit ist". Dabei sei ein zeitlich unbegrenzte Verfütterungsverbot von Tiermehl in Österreich und auf EU-Ebene eine zentrale Forderung. ****

Erst kürzlich habe man in der Veterinärmedizinischen Versuchsanstalt Linz Alarm geschlagen und darauf hingewiesen, dass sowohl Geld als auch Personal für die Sicherstellung guter Testqualität fehlen würden. "Das sind unhaltbare Zustände", stellte die SPÖ-Umweltsprecherin klar. "Wir fordern daher sowohl die finanzielle Absicherung der Anti-BSE-Maßnahmen und der Aufrechterhaltung flächendeckender BSE-Tests", so Sima.

Darüberhinaus verwies die Umweltsprecherin auf einen Prüfbericht der EU, der schon Anfang September schwere Mängel bei den österreichischen BSE-Kontrollmaßnahmen festgestellt hätte. "Damals zeigten die EU-Experten massive Schlampereien etwa bei der Entfernung von Risikomaterial auf", betonte Sima. Von Seiten des zuständigen Ministers Haupt gab es kaum Aktivitäten. "Wir fordern eine vollständige Umsetzung sämtlicher von Seiten der EU-Kommission geforderten Maßnahmen um die Mängel im BSE-Bereich in Österreich zu beheben" so Sima abschließßend. (Schluss) nf

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