BSE-Verdachtsfall: Wirtschaft für rasches Handeln im Sinne der Konsumenten

Hannes Mraz verweist auf umfassende Sicherheitsmaßnahmen: Über 200.000 Rinder bereits getestet - Österreich mit anderen EU-Ländern nicht vergleichbar

Wien (PWK894) "Sollte sich der aktuelle BSE-Verdachtsfall in Österreich nach weiteren Überprüfungen bestätigen, muss so schnell wie möglich alles getan werden, um eine Verunsicherung der heimischen Konsumenten so gering wie möglich zu halten." Für Hannes Mraz, Syndikus der Bundessektion Handel in der Wirtschaftskammer Österreich, hätte im Fall einer Bestätigung des Verdachtsfalls Österreich in Sachen BSE zwar den "Status einer Insel der Seeligen verloren, Österreich ist aber trotz des aktuellen Verdachtsfalls mit anderen Ländern in unserer unmittelbaren Nachbarschaft nicht vergleichbar." Denn immerhin seien innerhalb eines ganzen Jahres -bei insgesamt nur zwei Verdachtsfällen - mittlerweile mehr als 200.000 Rinder getestet worden. Trotz umfassender Sicherheitsmaßnahmen sei aber ein Einzelfall nicht gänzlich auszuschließen. Auch wenn der BSE-Fall noch nicht bestätigt ist, müsse aber gemäß der BSE-Verordnung jetzt sofort der bereits seit längerem vorliegende Krisenplan anlaufen.

Mraz erinnert auch daran, dass Handel, Gewerbe und Industrie von Anfang an alle Sicherungsmaßnahmen gegen BSE und die damit verbundenen hohen Kosten im Interesse des Konsumentenschutzes mitgetragen haben: Fütterungsverbot von Tiermehl, freiwilliger Verzicht auf Separatorenfleisch bei der Herstellung von Würsten, strikte Absonderung und Vernichtung von Risikomaterial und Einführung flächendeckender BSE-Tests. "Für uns zählt das Vertrauen und die Sicherheit der Kunden, das ist einzig und allein maßgeblich," betont Mraz.

Unabhängig davon, ob sich der Verdachtsfall bestätige oder nicht, seien negative Auswirkungen auf den Viehexport, auf die Fleischwarenindustrie und den Lebensmittelmittelhandel nicht auszuschließen, sie sollten sich aber aufgrund des dichten Maßnahmenpakets an Untersuchungen und Anti-BSE-Maßnahmen in Grenzen halten, ist Mraz überzeugt: "Nun muss alles getan werden, um das Vertrauen des Konsumenten in sichere Fleischprodukte zu erhalten." (RH)

Rückfragen & Kontakt:

Presseabteilung
Mag. Rupert Haberson
Tel.: 01/50105/4362

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK