Seenbewirtschaftung: Schwemlein befürchtet Mehrbelastung der Tourismusbranche

Notwendigkeit der Installation eines Freizeit- und Tourismusausschusses wird immer deutlicher

Wien (SK) "Anstatt konstruktive Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten, wird die ohnehin benachteiligte Tourismusbranche durch die Regierungspläne noch zusätzlich belastet", befürchtet SPÖ-Tourismussprecher Emmerich Schwemlein eine indirekte Mehrbelastung durch die geplanten Einnahmenerhöhungen bei der Neuordnung der Seenbewirtschaftung. Die Freizeit und Tourismusbranche dürfe nicht schon wieder von der Regierung zum Stopfen von Budgetlöchern zur Kasse gebeten werden, betont Schwemlein am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die Bundesforste arbeiten an einem neuen Tarifmodell für die Seenbewirtschaftung. Bestehende Verträge würden aus derzeitiger Sicht nicht geändert, sehr wohl aber zukünftige. Einnahmen aus Pachtzahlungen für u.a. Seegrundstücke, Stege, und Bojen würden gravierend ansteigen, befürchtet Schwemlein.
"Dass die Schröpfpläne der Regierung auch der Freizeit- und Tourismusbranche 'serviert' werden, ist nichts Neues - Nachhaltigkeit und langfristiger Nutzen dieser Pläne sind jedoch fraglich", kritisiert der SPÖ-Tourismussprecher, das Vorhaben von Landwirtschaftsminister Molterer (ÖVP), der sich bezüglich der Höhe der zukünftigen Einnahmen in Schweigen hülle.

Der Freizeit- und Tourismusbranche, die knappe 17 Prozent des BIP erwirtschaftet, fehle es eindeutig an einer parlamentarischen Lobby, unterstrich Schwemlein auch die Notwendigkeit der Installation eines eigenen Ausschusses im Parlament. Schwemlein betonte dazu, dass damit eine "Möglichkeit der konstruktiven Arbeit" für den heimischen Tourismus auch auf parlamentarischer Ebene ermöglicht würde.
Dort wären auch auf jeden Fall die zu befürchtenden weiteren "Einnahmen-Erhöhungsfantasien" öffentlich zu diskutieren, schloss Schwemlein. (Schluss) hm

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