Schender: Latein als kostbares Kulturerbe soll weiterhin gelehrt werden

Autonome Schulen sollen selbst entscheiden, welche Fächer sie anbieten

Wien, 2001-12-07 (fpd) - FPÖ-Bildungssprecher Mag. Rüdiger Schender konnte dem Vorschlag des Kollegen Amon von der ÖVP, Latein als Pflichtfach generell abzuschaffen, wenig abgewinnen. ****

Natürlich müsse der Schwerpunkt an den Schulen künftig mehr auf Kommunikation, Fremdsprachen und Ausbildung im Bereich der Informationstechnologie verschoben werden, man dürfe aber nicht vergessen, daß Bildung ein hoher Wert an sich sei und daß Menschen in fast allen Lebensbereichen, auch in der Wirtschaft, daran gemessen würden. "Latein ist kostbares Weltkulturerbe, unverzichtbarer Bestandteil der humanistischen Bildung, vermittelt einen wichtigen Teil unseres Kulturerbes und schult die Fähigkeit vernetzten Denkens. Außerdem trägt es zum besseren Verständnis romanischer Sprachen und deren Grammatik bei!", verwies der Obmann des Rings Freiheitlicher Jugend (RFJ) auch auf den praktischen Sinn der "totgeredeten" Sprache und meinte, daß es - im Lichte der auszubauenden Schulautonomie - den Lehranstalten zu überlassen sei, was diese an Lehrinhalten im Detail anböten.

"Es sollen die Schulen die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, ob sie Latein als Pflichtfach, Wahlfach oder Freigegenstand anbieten", so Schender abschließend. Er könne sich allerdings nicht vorstellen, daß Gymnasien in ihrem Anspruch, Allgemeinbildung zu vermitteln, auf Latein zu verzichten bereit wären. (Schluß)

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