ÖBB: Details zur Entsorgung des illegalen Mülls am Nordbahnhof-Gelände

Allein die Eisen- und Stahlabfälle wogen über 18 Tonnen

Wien (OTS) - Nach Abschluss der Hauptarbeiten zur Entsorgung des illegalen Mülls am Nordbahnhof-Gelände wurde seitens der ÖBB nun Bilanz gezogen. Das Ergebnis: allein die Eisen- und Stahlabfälle, die auf ÖBB-Grund vorgefunden wurden, wogen über 18 Tonnen. Zusätzlich machten 83 Tonnen Bauschutt, fast 10 Tonnen Bau- und Abbruchholz und über 1000 m3 Sperrmüll (rund 415 Tonnen) eine perfekte logistische Organisation notwendig. Allein diese Positionen füllen das Fassungsvermögen von rund 200 LKW.****

Nur fünf Wochen nach Beginn der groß angelegten Müll-Entsorgungsaktion am Wiener Nordbahnhof-Gelände konnten die Hauptarbeiten seitens der ÖBB abgeschlossen werden. Gegenstand der Arbeiten waren die ÖBB-eigenen Liegenschaften, die in den vergangenen Jahren von Firmen und Privaten zu illegalen Ablagerung von Müll aller Art missbräuchlich verwendet wurden. Ausgenommen von der Müll-Entsorgungsaktion waren jene Teile des Geländes, die zur Zeit an Firmen verpachtet sind.

Erste Bilanz lässt Ausmaße erkennen

Die Entsorgung des illegalen Mülls setzte eine genaue Analyse der einzelnen Abfallstoffe, die voneinander getrennt entsorgt werden mussten, voraus. In einer ersten Bilanz können die einzelnen Abfallstoffe und ihre Mengen nun detailliert aufgelistet werden. Die Mengenangaben lassen das Ausmaß der illegalen Müllablagerung erkennen.

So wurden unter dem Titel Eisen- und Stahlabfälle allein über 18 Tonnen gefunden. Über 50 LKW-Ladungen waren notwendig, um diesen Müll zu entsorgen. Weitere hohe Posten im Bereich der nicht-gefährlichen Abfälle waren 39 Bildröhren, über 9 Tonnen Altreifen und 434 Tonnen Baustellenabfälle. Eine besondere Herausforderung stellten aber die insgesamt 1040 m3 Sperrmüll mit einem Gesamtgewicht von 415 Tonnen dar, die volle zwei Wochen lang permanent die LKW füllten.

Aber auch im Bereich der gefährlichen Abfälle konnten große Mengen Müll nachgewiesen werden. So fanden sich neben fünf Autos insgesamt 108 Kühlschränke und Klimaanlagen, 61 Bleiakkus und 2,4 Tonnen elektrische Geräte (zusätzlich zu 1,6 Tonnen elektrischer Geräte im Bereich der nicht-gefährlichen Abfälle). Es ist daher davon auszugehen, dass diese Abfälle aus Hunderten Wiener Haushalten stammen.

Mülltrennung und fachgerechte Entsorgung

Oberstes Gebot der großen Reinigungsaktion war die fachgerechte Entsorgung, die eine penible Mülltrennung voraus setzte. Da die einzelnen Abfallstoffe durcheinander gemischt auf großen Müllbergen vorgefunden wurden, mussten diese schrittweise abgebaut und der Müll in einzelne Untergruppen sortiert werden. Das Know How dazu lieferten die Experten des ÖBB Umweltmanagements. Dann erst konnten die LKW mit den in Gruppen sortierten Abfallstoffen gefüllt und eine fachgerechte Entsorgung vorgenommen werden. Die ÖBB investierten in diese Umweltmaßnahme insgesamt ATS 2,8 Mio. (EUR 204.000).

Zahlen & Fakten:

1. Abtransportierte nicht-gefährliche Abfälle

Holzverpackungen 157 m3
Bau- und Abbruchholz 108 m3 (entspricht 9,7 Tonnen) Bauschutt 191 m3 (entspricht 83,6 Tonnen) Straßenaufbruch 67 m3
Bodenaushub 47 m3
Betonabbruch 50 m3
Glas und Keramik 8 m3
Garten- und Parkabfälle 154 m3
Sperrmüll 1.040 m3 (entspricht 415 Tonnen)

Eisen- und Stahlabfälle 18,05 Tonnen Eisenmetallverpackungen 1 Tonne
Elektrische Geräte (nicht-gefährlich) 1,6 Tonnen Baustellenabfälle 434 Tonnen
Altreifen 9,6 Tonnen

Bildröhren 39 Stück

2. Abtransportierte gefährliche Abfälle

Holzabfälle verunreinigt 124 m3
Kunststoffverpackungen 8 m3

Elektrische Geräte (gefährlich) 2,4 Tonnen

Kühl- und Klimageräte 108 Stück
Bleiakku 61 Stück
Gebrauchte Ölgebinde 10 Stück
Fahrzeuge 5 Stück

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