Kfz-Pickerl: Appell an Ministerin Forstinger, jährliches Prüfungsintervall beizubehalten

Wien (PWK891) Kfz-Handel und Techniker: Erhöhung der Verkehrssicherheit kann nur durch genaue Überprüfung der Fahrzeuge erfolgen - Pickerl neu schadet der Verkehrssicherheit und der Umwelt

"Die Sicherheit der Fahrzeuge war für uns schon immer oberste Priorität, die nur durch eine regelmäßige Überprüfung der Fahrzeuge, wie es derzeit im Zuge der § 57a-Überprüfung jährlich durchgeführt wird, erreicht werden kann," reagieren der Bundesgremialvorsteher des Fahrzeughandels Heinz Havelka und der Bundesinnungsmeister der Kfz-Techniker Alois Edelsbrunner auf das veröffentlichte Verkehrssicherheitsprogramm von Frau Bundesminister Monika Forstinger.

Nach Schätzungen von Prof. Hans Peter Lenz von der Technischen Universität Wien werden bereits ab dem ersten Jahr nach Einführung der längeren Prüfintervalle ca. 30.000 Fahrzeuge mit schweren Sicherheitsmängeln unterwegs sein. Nach einigen Jahren werden es bis zu 50.000 Fahrzeuge sein. Diese Verschlechterung der Verkehrssicherheit bestätigen auch interne Zahlen aus dem Verkehrsministerium. "Das Ziel einer Reduktion der Toten und Verletzten im Straßenverkehr wurde und wird von der Fahrzeugbranche uneingeschränkt mitgetragen. Um so unverständlicher erscheint es, dass gerade eines der wichtigsten Sicherheitsinstrumente für Autofahrer - nämlich die regelmäßige Überprüfung der Fahrzeuge auf ihre Betriebs- und Verkehrssicherheit - von einem jährlichen Intervall auf ein Intervall von zunächst drei Jahren, dann zwei Jahre, dann jeweils ein Jahr reduziert werden soll" betont Havelka. Die Wirtschaft hat Frau BM Forstinger auch angeboten, auf ein 2 Jahre/1 Jahr/1 Jahr usw. -Intervall sowie das von der Kfz-Branche freiwillige kostenlose Pickerl im ersten Jahr überzugehen.

Havelka und Edelsbrunner appellieren an Frau Bundesminister Forstinger und die Nationalratsabgeordneten, doch noch die Beibehaltung der § 57-a Prüfintervalle zu überdenken und auf das bewährte jährliche Prüfintervall zu bestehen oder den Vorschlag der Kfz-Branche aufzugreifen. (EBK)

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