OeNB - 25 Tage vor Euro-Bargeldeinführung: OeNB bei Euro-Umstellung voll im Plan - Euro-Befürworter in Österreich stabil

OeNB hat die Euro-Vorverteilung an die Banken nahezu abgeschlossen und präsentierte heute die letzten Umfragewerte vor Einführung des Euro-Bargeldes.

Wien (OTS) - 25 Tage vor Einführung des Euro Bargeldes als offizielles Zahlungsmittel zieht Direktor. Mag. Dr. Wolfgang Duchatczek eine positive Zwischenbilanz: "Die OeNB liegt mit
ihrer Vorbereitung zur Euro-Bargeldeinführung voll im Plan.
Zum heutigen Stand sind bereits EUR 9,5 Mrd. von der OeNB an
die heimischen Kreditinstitute ausgeliefert worden. Die Vorverteilung seitens der OeNB ist damit zu 92,6 %
abgeschlossen." Die Versorgung der österreichischen Wirtschaft
mit Euro-Bargeld erfolgt durch die Banken, die auch bereits
mit der Vorverteilung an die Unternehmen begonnen haben.

Ab 15.12.2001 werden in den heimischen Kreditinstituten und Postämtern Euro-Münzen in Form von Startpaketen erhältlich
sein. Die Startpakete beinhalten eine Mischung sämtlicher Euro-Münzen. Der Wert entspricht ATS 200,07 und wird gegen
Zahlung von ATS 200,00 ausgegeben. Die Euro-Banknoten werden
in ganz Österreich ab dem 01.01.2002 um 00.00 Uhr erhältlich
sein. Die flächendeckende Erstversorgung der Bürger mit Euro-Banknoten erfolgt in der Silvesternacht über die Bankomaten.

25 Tage vor der Einführung des Euro-Bargeldes ruft Direktor
Mag. Dr. Duchatczek die Bürger auf, einerseits ruhende
Schilling Bestände noch rechtzeitig rückzuführen und
andererseits das breite Euro-Informationsangebot verstärkt wahrzunehmen. "Die Sicherheit im Umgang mit dem neuen Bargeld
ist eine der wesentlichsten Grundlagen für das Vertrauen in
unsere neue Währung," so Duchatczek. Die rechtzeitige Münzrückführung durch Umwechslung bei den Banken,
betragsgenaues Zahlen im Handel oder auch Spenden für
karitative Zwecke wird den Bürgern laut Duchatczek am Beginn
des neuen Jahres lange Wartezeiten an den Bankschaltern zu
ersparen.

Euro Befürworter in Österreich mit 64% stabil

Die neueste "Eurowertverständnis" Studie, präsentiert von Fessel+GfK und der Arbeitsgruppe Wirtschaftspsychologie der Universität Wien, ergab, dass der Anteil der Euro-Befürworter
in der österreichischen Bevölkerung mit 64% (65% im Juni) weitgehend stabil ist. Nur 28% halten den Euro für "keine gute Sache", 8% der Befragten wollten keine Angaben machen. Weiters
ergab die Studie, dass 90% der Befragten sich bereits mehr
oder weniger intensiv mit dem Euro auseinandergesetzt haben. Personen mit hohem beruflichem Status, hoher Schulbildung und
hohem Einkommen haben sich demnach besonders intensiv mit der Bargeldumstellung auseinandergesetzt. Dagegen haben sich
Personen mit geringerem beruflichen Status, geringem
Einkommen, ältere Menschen und Personen mit negativer
Einstellung zum Euro nach der Studie eher weniger bis gar
nicht mit der Währungsumstellung beschäftigt.

Die Euro-Umstellung scheint den Österreichern nur geringe
Sorgen zu bereiten. So erwarten 50% gar keine Probleme während
die andere Hälfte mit Umrechnungs- und Einstiegsschwierig-
keiten rechnet, an die man sich allerdings schnell gewöhnen
wird. Ein signifikanter Anstieg wurde bei der Frage "Kennen
Sie Ihren Gehalt in Euro?" verzeichnet. Gaben im Juni noch 32%
der Befragten an, den Euro-Wert ihres Gehaltes zu kennen, so
waren es bei der Studie im November bereits 51%.

Trotz der intensiven medialen Berichterstattung in den
letzten Monaten, konnten die Meinungsforscher keinen
wesentlichen Anstieg der Befürchtungen vor Preiserhöhungen feststellen. Hinsichtlich der Auswirkungen auf ihr
Kaufverhalten in den ersten Wochen des neuen Jahres rechnen
60% der Befragten mit gleichbleibenden Ausgaben. 30% glauben,
mit dem Euro weniger auszugeben, während nur 10% der Befragten
der Meinung sind, dass ihre Ausgaben mit dem Euro steigen.

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