ARBÖ: Qualitätsprobleme bei Vignette 2002 - Exekutive sollte Nachsicht üben

Kulanzreglung bei falscher Vignetten-Handhabung

Wien (OTS)- Nach Informationen der ÖSAG (Österreichische Autobahnen- und Schnellstraßen-Aktiengesellschaft) und der zuständigen Firma für die Mautvignettenproduktion 2002 gibt es bei 700.000 Stück der 10-Tages- und den 2-Monats-Vignetten (für Pkw) Qualitätsprobleme: Konkret lassen sich die 10-Tages- und die 2-Monats-Vignetten schwer von ihrer Trägerfolie ablösen, da die Perforation teilweise schwach ausgeprägt ist. Bei den 10-Tages-Vignetten für Pkw und Motorrad kann das Layout für die Lochung der Tage 10-21 - an der oberen Kante der Vignette - nach oben verschoben sein, sodass nur ein Teil der Zeitleiste sichtbar ist. Diese Zeitleiste befindet sich in extremen Fälle auch auf der Unterkante der Allonge. Beim Verkauf und Kauf dieser neuen Vignetten für 2002 ist daher besonders auf die Fehlerfreiheit zu achten. Sollte eine schadhafte Mautvignette bereits erworben worden sein, so erhält man, unter Vorweis dieser, bei ÖSAG, ASFINAG oder beim ARBÖ kostenlosen Ersatz.

Kulanzregelung bei falscher Handhabung

Der ARBÖ ist weiters berechtigt, bis 31. März 2002 auf Basis einer Kulanzregelung Mautvignetten umzutauschen, auf denen infolge von Handhabungsfehlern die Aufschrift "ungültige Vignette" erscheint oder die sich, nach dem Aufbringen auf eine zu kalte Scheibe, einfach wieder abgelöst haben.

Die Voraussetzungen dafür sind, dass der Kunde die "ungültige" Vignette vorgelegt und das Antragsformular "Ersatzvignette bei Beanstandungen" unterfertigt.

Der ARBÖ appelliert daher an die Autofahrer, nicht zu versuchen, "schief" aufgeklebte Vignetten nochmals abzulösen, um sie neu auszurichten. Weiters sollte beachtet werden, dass die optimale Temperatur zum Anbringen neuer Vignetten bei plus 5 Grad Celsius liegt. Die Windschutzscheibe sollte außerdem trocken, sauber und vor allem fettfrei sein. Weiters dürfen auf der Windschutzscheibe gleichzeitig nur maximal zwei österreichische Vignetten kleben.

Übrigens: Hinsichtlich des Vignettentausches nach einem Windschutzscheibenbruch besteht ebenfalls eine Kulanzregelung der ÖSAG. Sollte die Windschutzscheibe durch Steinschlag, Wildschäden oder sonstigen Unfallereignissen (sofern sie nicht zu Totalschaden führen) zu Bruch gehen, und sollten die Ersatzkosten der Vignette nicht durch eine Versicherung (Kaskoversicherung oder gegnerische Haftpflichtversicherung) oder sonstige Ansprüche gegenüber Dritten abgedeckt sein, so kann eine Ersatzvignette angefordert werden. Diese Regelung gilt für alle Jahresvig-netten und für LKW- und Bus-2-Monats-Vignetten. Der ARBÖ ist bei der Abwicklung behilflich.

Exekutive sollte in Adventzeit nicht immer gleich bestrafen

Der ARBÖ verweist darauf, dass die Exekutive Kontrollen durchführt. Kraftfahrer, die eine Mautvignette erworben haben, jedoch aufgrund von tiefen Temperaturen noch nicht die Möglichkeit hatten, die Vignette aufzukleben, sollten die Kaufbestätigung und die Mautvignette unbedingt mitführen, damit von Seiten der Exekutive ein Schuldausschließungsgrund angenommen werden kann.

An die Exekutive appelliert der ARBÖ, in diesen Fällen von einer Strafe abzusehen. Immerhin gibt es gemäß Paragraf 21 Verwaltungsstrafgesetz auch die Form der mündlichen Abmahung im Sinne einer Belehrung durch die Exekutive. Außerdem ist der ARBÖ der Ansicht, dass in der Adventzeit nicht immer gleich bestraft gehört.

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