Pumberger: Vierparteieneinigung bei Karenz zur Sterbebegleitung

Gerade vor Weihnachten ein besonderes Zeichen

Wien, 2001-12-07 (fpd) - "Gerade als Ausschußobmann, aber auch als Vorsitzender der Enquete "Solidarität mit unseren Sterbenden -Aspekte einer humanen Sterbebegleitung in Österreich" die Ende Mai des Jahres stattfand, freue ich mich ganz besonders über eine Einigung aller vier Parlamentsparteien zum Thema Sterbebegleitung", sagte heute, einen Tag nach der Beschlußfassung im Gesundheitsausschuß, der freiheitliche Gesundheitssprecher Abg. Dr. Alois Pumberger. ****

"81 Prozent der Menschen sagen, sie möchten daheim sterben. Dennoch sterben etwa 57.000 von 85.000 Menschen jährlich im Krankenhaus. Diesem Umstand und dem Wunsch, den Menschen ein würdevolles Sterben mit einer menschlich kompetenten Sterbebegleitung zu ermöglichen wurde nun Rechnung getragen", faßte Pumberger die Ausgangssituation zusammen.

"Besonders wichtig erscheint mir, daß alle vier Parteien die aktive Sterbehilfe ablehnen. Der nun beschlossene Entschließungsantrag umfaßt unter anderem auch die Weiterbildung für den Gesundheits- und Krankenpflegefachdienst, Ausbau des Hospizwesens und der Palliativmedizin und die Verstärkung der Möglichkeit, in vertrauter häuslicher Umgebung zu sterben. In diesem Zusammenhang ist besonders von Bedeutung, daß der Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein und der Sozialminister Haupt beauftragt wurden ein Modell zu entwickeln, das eine Karenzierung zur Betreuung Sterbender mit teilweiser oder gänzlicher Freistellung für drei bis sechs Monate vorsieht. In dieser Zeit sind die Betreuenden arbeits- und sozialrechtlich abzusichern", schloß Pumberger. (Schluß)

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