ORF gratuliert Marcel Prawy zum 90. Geburtstag

Wien (OTS) - Am 29. Dezember feiert Marcel Prawy seinen 90. Geburtstag. Für den ORF Grund genug, den Opernführer der Nation in Fernsehen und Radio zu würdigen.****

Der Opernführer der Nation ist 90: Wie kein zweiter Österreicher ist Marcel Prawy seit Jahrzehnten eine Institution. Die Summe seiner Arbeiten als Chefdramaturg an der Wiener Volks- und Staatsoper, seine Radio- und Fernsehserien, seine Vortrags- und Unterrichtstätigkeit auf mehreren Kontinenten und seine zahlreichen Bücher haben bewirkt, dass Prawy von jedermann mit dem Genre der Oper (und des Musicals) zwingend assoziiert wird. Wie der hochdekorierte, vielfache Professor und Ehrendoktor Prawy mit seinem eigenen Denkmal lebt und welche Pläne er für sein zehntes Lebensjahrzehnt wälzt, verrät er im Österreich 1-"Klassik-Treffpunkt" am Samstag, den 15. Dezember um 10.05 Uhr im Wiener RadioCafe. Das Gespräch mit Marcel Prawy wird Karl Löbl führen. Außerdem stellt Karl Löbl eine neue Ö1-CD vor, auf der Marcel Prawy Höhepunkte aus Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen" präsentiert - Höhepunkte aus den Lesungen am Wiener Volkstheater 1992/93 und der legendären RAVAG-Produktion von 1948/49. Die Doppel-CD trägt den Titel "Wagner & Wagner - Gesprochen und Gesungen".

Ein weiteres Gespräch mit dem Jubilar steht am Donnerstag, den 20. Dezember auf dem Programm von Österreich 1: Peter Huemer bat Prawy für die Sendung "Im Gespräch" (21.01 Uhr, Ö1) - vors Mikrofon, um über sein Leben zu plaudern. Prawy absolvierte ein Jusstudium und daneben ein Musikstudium bei Egon Wellesz. Danach arbeitete er als persönlicher Referent des weltberühmten Sängers Jan Kiepura, emigrierte in die USA und entdeckte dort das Musical, das er in den 50er Jahren gegen beträchtliche Widerstände in das gerade in musikalischer Hinsicht besonders konservative Wien brachte. "Kiss me Kate" in der Volksoper wurde dann ein legendärer Erfolg. Danach arbeitete Prawy zwanzig Jahre als Chefdramaturg der Wiener Staatsoper. Sein immenses Opernwissen, seine Fähigkeit, dieses Wissen ebenso wie seine Begeisterung für die Oper einem breiten Publikum in allgemein verständlicher Form fulminant vermitteln zu können, haben aus Marcel Prawy eine Institution gemacht. Peter Huemer spricht mit Marcel Prawy über sein Leben und über die Oper.

Am Sonntag, den 30. Dezember zeigt ORF 2 um 11.00 Uhr die Geburtstagsshow "Prawissimo - Marcel Prawy zum 90. Geburtstag". Christoph Wagner-Trenkwitz schrieb das Buch, Anton Reitzenstein führt Regie. Der ORF feiert den Musikexperten mit Kultstatus mit einer Show auf dem Küniglberg, die auf neun Jahrzehnte Prawy zurückblickt und mit einer Reihe prominenter Gratulanten aufwarten kann. In der Gala -einer gemeinsamen Veranstaltung des ORF mit den Freunden der Wiener Staatsoper - werden unter anderen Placido Domingo, Edita Gruberova und Marta Eggerth zu sehen sein. Auf den Jubilar warten viele Geburtstagsüberraschungen.
Neun Jahrzehnte Marcel Prawy, das sind neunzig Jahre Musikgeschichte. Berühmtheiten wie Richard Strauss hat Prawy schon im Kindesalter persönlich gekannt, mit vielen anderen war er eng befreundet: Erich Wolfgang Korngold, Jan Kiepura und Karl Böhm, um nur die wichtigsten zu nennen. In der Gala wird für jedes Jahrzehnt eine Melodie zu hören sein, mit der Prawy eine besondere Erinnerung an jene Zeit verbindet. Unter dem Titel eines "Sekretärs" von Jan Kiepura gelang es Prawy, vor dem Nationalsozialismus zu fliehen. In seiner Exilzeit in Amerika lernte er seine zweite Liebe neben der Oper kennen: das Musical, das er als Erster auf den europäischen Kontinent brachte. Größere Bekanntheit durch das Fernsehen erlangte Prawy erst in einem Alter, in dem andere bereits in Frühpension gehen. Doch der Spätstarter erfreut sich jetzt schon ein halbes Leben lang hoher Beliebtheit bei den TV-Zuschauern und bei den Besuchern seiner Staatsopernmatineen. "Prawissimo" bringt unter anderem einen kulinarischen Rückblick auf diesen "frühen Prawy".
Was Prawys volksbildnerische Opernführersendungen so unverwechselbar macht, ist seine ungeheuchelte, durch und durch echte Hingabe zur Musik. Niemals inszeniert er sich selbst, immer geht es ihm um die Sache. So gelingt es ihm, diese Musik einem Millionenpublikum nahe zu bringen und es damit zu verzaubern.

Zu Silvester steht schließlich noch ein "Opernkonzert" (31.12., 13.00 Uhr, Ö1) auf dem Programm von Österreich 1, das der Opernführer der Nation 1986 gestaltete und moderierte. Thema der Sendung:
"Silvester an der Wiener Staatsoper" - Nicht immer stand am Silvestertag die Federmaus am Staatsopernspielplan. Im vergangenen Jahrhundert waren es eine Reihe der verschiedensten Werke, die zum Jahresausklang im Haus am Ring erklungen sind.(hb)

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