Brauner präsentiert DiverCity-Management: "Vielfalt als Chance"

Unterschiede als Vorteil wahrnehmen

Wien, (OTS) "Wir wollen die Stadt Wien fit für die Herausforderungen der Zukunft machen. ‚DiverCity Management’, also das Nutzen der Unterschiedlichkeit der MitarbeiterInnen, aber auch der KundInnen als Potenzial für unsere Stadt, ist dabei ein unverzichtbarer Bestandteil", stellt Wiens Integrations- und Personalstadträtin Mag. Renate Brauner am Freitag bei einem Mediengespräch fest. "Denn eine gut funktionierende und bedürfnisorientierte Stadtverwaltung wie jene der Stadt Wien muss auch das Abbild der Gesellschaft unserer Stadt sein", so Brauner.

"In den letzten Monaten haben wir zahlreiche sehr erfolgreiche Pilotprojekte wie ‚Community Interpreting’ in den Spitälern oder auch die IntegrationskoordinatorInnen in einzelnen Abteilungen durchgeführt. Diese Pilotprojekte nun strategisch zu verknüpfen und ein einheitliches Ganzes daraus zu machen, muss unser Ziel für die kommenden Monate und Jahre sein", so Brauner. Eine bedürfnisorientierte Verwaltung umfasst dabei mehrere Ebenen: Zum einen geht es darum, innerhalb des Magistrats einen "Sprachenpool" zu schaffen, also die Sprachkenntnisse aller MitarbeiterInnen herauszufinden und bewusst zu nutzen, zum anderen durch gezielte Ausbildung etwa im Krankenbereich den PatientInnen auch interkulturelle Pflege anzubieten.

"Barrieren abzubauen, muss hier unsere Devise sein: Sowohl beim Zugang zum als auch beim Aufstieg innerhalb des Magistrats. Dazu müssen wir mit einer Bedarfsanalyse einerseits aber auch kritisch in den Magistrat hineinhorchen, um etwaige vorhandene Barrieren aufzuspüren, bzw. anderseits unsere KundInnen befragen, um deren Bedürfnisse noch besser als bisher festzustellen", ist Brauner klar.

"Mit unserem Konzept, Vielfalt als Chance wahrzunehmen, können wir die vorhandenen Qualifikationen noch besser nutzen und befinden uns somit im Gleichklang mit vielen anderen Großstädten europa- und weltweit", so Brauner, die das Konzept des "DiverCity Managements" erst wenige Tage zuvor bei einem Lokalaugenschein in Rotterdam mit ExpertInnen vor Ort diskutiert hat. "Im Mittelpunkt steht dabei immer das Bestreben, den MitarbeiterInnen konkrete Erleichterungen im Berufsalltag zu ermöglichen, ihnen den Umgang mit Minderheiten bewusster zu machen und so etwaige Komplikationen zu vermeiden. Dies bringt natürlich auch den WienerInnen als KundInnen eines serviceorientierten Magistrats weitere Verbesserungen."

"Diversity" generell beinhaltet die Verschiedenartigkeit und Gleichheit von Menschen und bezieht sich auf Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft, Behinderung, Religion, Familienstand, gesellschaftlichen Status, kulturelle Werte, persönliche Ansprüche und Orientierungen - ist damit umfassend zu verstehen und betrifft integral alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Der Begriff kommt aus dem Amerikanischen und bedeutet Vielfalt, "Anderssein" im positiven Sinn.

Bisherige Projekte innerhalb des Magistrats:

o Community Interpreting - Dolmetsch im Krankenhaus
o Etablierung von IntegrationskoordinatorInnen als Schnittstelle

zwischen der Bereichsleitung für Integrationsangelegenheiten und den MitarbeiterInnen in den einzelnen Abteilungen. Diese leisten einen wertvollen Beitrag zur Qualitätssicherung der von der
Stadt Wien erbrachten Leistungen im Umgang mit dem "Fremden".
o MA11-Kompetenzzentrum für minderjährige Flüchtlinge
o Sensibilisierungskampagne, Seminare und Workshops als "Human

Ressource Managements"
o berufliche Unterstützung durch Vernetzung und Vermittlung von

Dienstleistungen sowie Information im Migrations- /Integrationsbereich.
o Informationsveranstaltungen für Führungskräfte und

MitarbeiterInnen der Stadt Wien mit den Schwerpunkten interkulturelle Kommunikation und Problem-lösungskompetenz,
immer mit abteilungsspezifischen Inhalten
o Hilfestellung bei der Optimierung von Regeldienstleistungen

im KundInnenbereich bis hin zur Entwicklung von bedarfsorientierten Lösungsmodellen zur Förderung des "Toleranten beruflichen Miteinanders".

Weitere Maßnahmen:

o Bedarfsanalyse und daraus resultierend abteilungsspezifische

Konzepte: z.B. Erfassung eines Sprachenpools
o Ausbau des IntegrationskoordinatorInnen-Netzwerkes auf

sukzessive alle Abteilungen
o Fortsetzung der Sensibilisierungskampagne/Seminare und

Informationsveranstaltungen
o Personalmanagement

  • Dazu Qualifizierungs- und Förderprogramme für MigrantInnen
  • Förderung der Sprachkompetenz o Daneben aber Ausweitung des Community Interpretings in sensiblen

Bereichen
o Institutionalisierte Unterstützung von MitarbeiterInnen, die

Opfer von Diskriminierungen sind.

"Damit stellen wir eines einmal mehr klar: Chancengleichheit für alle ist bei der Stadt Wien eines der wichtigsten unternehmerischen Ziele", so Brauner abschließend. (Schluss) sl

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