SP-Muttonen fordert Kürzungsstopp für Kulturbereich

Wien (SK) "Der Kunstbericht 2000 zeigt ganz deutlich auf, welchen Stellenwert Kunst und Kultur für die Bundesregierung hat: Priorität null", kritisierte SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen. ****

"Die Zahlen liegen jetzt auf dem Tisch: ein generelles Minus von 13 Prozent - obwohl Kunststaatssekretär Morak im Parlament mehrfach wesentlich geringere Kürzungen angekündigt hat. Der Kunstbericht spricht eine andere Sprache: überproportionale Kürzungen im Bereich Film, Musik, Netzkultur, Bildende Kunst ... diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Die konzeptlose und unkoordinierte Kulturpolitik und der restriktive Sparkurs der blau-schwarzen Bundesregierung stellen mittlerweile eine ernsthafte Gefahr für das kreative Potential in Österreich dar", führte Muttonen aus.

Eine logische Konsequenz dieser fehlgeleiteten Kulturpolitik sei beispielsweise die Tatsache, dass der österreichische Film in Österreich mittlerweile absolut unakzeptable Rahmenbedingungen vorfinde - und das trotz international beachteter Erfolge. "Der Kunststaatssekretär ist dabei, die funktionierende und erfolgreiche österreichische Filmwirtschaft systematisch zu zerschlagen; ohne dem Engagement und vor allem dem Durchhaltevermögen der an den Produktionen Beteiligten wäre der österreichische Film bereits klinisch tot", kritisierte Muttonen.

Die Kulturpolitik in Österreich sei finanziell noch nie derart schlecht ausgestattet gewesen - und der Kunststaatssekretär habe dem nichts weiter zu entgegnen als Schweigen oder den Verweis auf unausgegorene Konzepte zur Kreativwirtschaft: "Standortfaktor, Wettbewerb, Wertschöpfung sind Moraks neue Zauberwörter der Stunde-kulturelle Produktion soll der Wirtschaft ein zusätzliches Standbein eröffnen. Hier liegt die Vermutung nahe, dass das 'Kreativwirtschaftskonzept' dazu dienen soll, eine weitere Reduzierung öffentlicher Kulturfinanzierung sowie die beschämend geringe Dotierung der Förderung besonders innovativer Kunstbereiche zu verschleiern. Der Kultur in Österreich wird damit nicht geholfen", sagte Muttonen abschließend. (Schluss) se/mm

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