WKÖ plant erstes Auslands-WIFI in Budapest

Präsident Leitl trifft mit ungarischem Wirtschaftsminister Matolcsy in Budapest zusammen - Gespräche zu EU-Beitrittsvorbereitungen finden mit Staatssekretären Gottfried und Rapcsak statt

Wien (PWK889) "Ungarn ist Österreichs fünftwichtigster Handelspartner, im EU-Fortschrittsbericht Spitzenreiter unter den EU-Beitrittskandidaten, verfügt über eine rasche Weiterentwicklung und ist für die erste Gründung eines Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI) im Ausland bestens prädestiniert", betonte WKÖ-Präsident Christoph Leitl, heute, Freitag, beim Besuch des ungarischen Wirtschaftsministers György Matolcsy in Budapest. Lebensbegleitendes Lernen sei nicht nur in Österreich ein Gebot der Stunde, sondern auch bei unseren östlichen Nachbarn nehme das Weiterbildungsinteresse stark zu. "Daher plant die Wirtschaftskammer Österreich im Rahmen des 'WIFI International' den Aufbau eines WIFI Budapest. Zusätzlich zu den bis jetzt bereits 5.000 Managern an den WIFI-Seminaren in Mittel-und Osteuropa will das WIFI sein Know-How in Form eines ersten Auslands-WIFI ab dem ersten Halbjahr 2002 als Pilotprojekt weitergeben."

Das Leistungsportfolio umfasst Aus- und Weiterbildungsleistungen in Anlehnung an die Geschäftsfelder der WIFIs in Österreich wie Management, Persönlichkeit, Sprachen, Betriebswirtschaft, EDV, Technik und Branchen. Die Spezifikation der konkreten Produktangebote des WIFI Budapest wird nach betriebswirtschaftlichen Kriterien erfolgen und Marktsituation, erzielbare Deckungsbeiträge und die strategische Positionierung am ungarischen Weiterbildungsmarkt miteinbeziehen. Auch die elektronische Lernform "learning on demand" solle Bestandteil des Angebots werden, berichtet Leitl. Ein Fokus des Geschäftsmodell wird bei Markteintritt auf das Segment FirmenInternTraining (FIT) gelegt, womit die Zielgruppen vor allem Unternehmen aber auch alle anderen Weiterbildungswilligen sind.

Bei seinem Ungarn-Besuch trifft Präsident Leitl auch mit den Schlüsselpersönlichkeiten Ungarns zur Vorbereitung des EU-Beitritts zusammen: dem Staatssekretär für die EU-Beitrittsverhandlungen Peter Gottfried und mit Staatsekretär Janos Rapcsak, der die Verteilung der Vor-Beitrittsfonds koordiniert. Leitl macht dabei vor allem auf das Interesse und die Leistungsfähigkeit österreichischer Firmen auf dem Gebiet des Umweltschutzes aufmerksam. Die EU-Kommission hat vor zwei Wochen eine Reihe von äußerst bedeutenden Umweltschutz-Projekten im Bereich Abwasserreinigung im Gesamtwert von über 80 Mio Euro (1,1 Mrd Schilling) in Ungarn genehmigt. (Ne)

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