Kellnerin entlassen, weil sie ihren Lohn einforderte: Arbeiterkammer erreichte 54.000 Schilling Nachzahlung

Linz (AKO) Verzweifelt wandte sich eine junge türkische Kellnerin an die Arbeiterkammer: Weil sie ihren Lohn eingefordert hatte, war sie von ihrem Linzer Arbeitgeber fristlos entlassen worden. Wie sich herausstellte, war sie auch unter dem kollektivvertraglichen Mindestlohn bezahlt worden. Die Arbeiterkammer erreichte für die Frau eine Nachzahlung von 54.000 Schilling.

Die Frau hatte zwei Monate lang in einem Linzer Lokal gearbeitet -zu einem Bruttostundenlohn von 54 Schilling, was deutlich unter dem ihr zustehenden Mindestlohn von 78 Schilling liegt. Aber auch dieser Lohn tauchte nur auf den Abrechnungen auf: Tatsächlich ausbezahlt bekam sie am Ende des Monats nur 3500 Schilling.

Auf ihre Nachfragen hin wurde sie ständig auf später vertröstet. Und weil sie nicht locker ließ, schließlich fristlos entlassen. Weshalb die Frau sich an die Arbeiterkammer wandte. Die AK-Rechtsexperten stellten fest, dass die Frau keinen Entlassungsgrund gesetzt hatte, und intervenierten beim Arbeitgeber. Jetzt hat die Kellnerin den ihr zustehenden Lohn, Urlaubsentschädigung, anteilige Sonderzahlungen sowie die ihr zustehende Kündigungsentschädigung bekommen - alles in allem mehr als 54.000 Schilling.

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