4-Parteien-Einigung zum Ausbau der Palliativmedizin - Lackner sieht großen Fortschritt

Wien (SK) "Hocherfreut und stolz" zeigte sich heute SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner über den nach langen und zähen Verhandlungen geschafften Vier-Parteien-Antrag zur Förderung der Sterbebegleitung und Hospizbewegung in Österreich. "Das Ziel, in Würde und ohne Schmerzen zu sterben, kann vor allem dann erreicht werden, wenn todkranke Menschen in ihren letzten Tagen und Wochen medizinisch sinnvoll durch den Einsatz von Schmerztherapien betreut werden. Nach einigen Widerständen der Regierungsfraktionen konnte heute eine Einigung im Sinne der PatientInnen getroffen werden", sagte SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ***

"Sterbende Menschen dürfen nicht alleine gelassen werden." Die flächendeckende Versorgung mit Hospizeinrichtungen - stationär, ambulant und auch mobil - müsse das vordringliche Ziel sein, erklärte Lackner. In Österreich existiert keine bundesweit einheitliche Regelung für die Finanzierung von Hospizleistungen im Pflegebereich. Dadurch haben PatientInnen in derartigen Einrichtungen Beiträge in unterschiedlichem Ausmaß zu leisten, die bei einem Aufenthalt in Palliativstationen, in Akutanstalten, nicht anfallen.

Im gemeinsamen Entschließungsantrag fordern die Gesundheitssprecher aller Fraktionen die Umsetzung u.a. folgende Punkte von Gesundheitsminister Haupt:

  • Erarbeitung eines Hospiz- und Palliativplans für den stationären und ambulanten Bereich;
  • Evaluierung der Zahl der Hospizeinrichtungen bzw. palliativmedizinischen Einrichtungen, um Lücken zu erkennen und dem Nationalrat einen Stufenplan für die Schließung dieser Versorgungslücken vorzulegen;
  • Finanzierungsplan und bundeseinheitliche Ausbildung

"Schließlich fordern wir den Gesundheitsminister auf, gemeinsam mit dem Wirtschaftsminister ein Modell der Freistellung für die Pflege und Begleitung von sterbenden Angehörigen zu erarbeiten, mit dem die Arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüche der Pflegenden sicher gestellt werden. Das sind wir den Menschen schuldig", erklärte Lackner abschließend. (Schluss) wf/mm

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