GPA-Sallmutter: Mit Benya verliert Österreich eine Stimme der Vernunft

Wien (GPA). "Mit dem Tod von Anton Benya verliert unser Land eine Stimme gegen Demagogie und Populismus, die der ehemalige ÖGB-Vorsitzende bis zuletzt erhob, wenn immer er es für notwendig erachtete", zeigt sich der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Hans Sallmutter, tief betroffen über die Nachricht des Ablebens von Kollegen Benya.++++

"Anton Benya warnte zeitlebens davor, dass der Abbau sozialer Rechte den Nährboden für antidemokratische und populistische Politik darstellt. Er verabscheute eine Politik, die den Boden der gemeinsamen Verantwortung und des Interessenausgleichs verlässt und die eigene Eitelkeit und Partikularinteressen in den Mittelpunkt stellt. Er erkannte bis zuletzt die Gefahr, die von solcher Politik für die Demokratie ausgeht."

Es war auf einer GPA-Veranstaltung im Jahr 1994 im Rahmen derer Anton Benya auf die Wichtigkeit des Erhalts der Gesprächsfähigkeit mit der Bevölkerung, die er selbst immer bewahrt hat, verwies. Bemühe man sich wieder stärker um den Kontakt mit den Menschen und trete mutig gegen Populismus und Demagogie auf, dann könne sich die Geschichte nicht wiederholen, so Benya damals.

Mit dem Tod Anton Benyas verliert Österreich eine Stimme der Vernunft.

ÖGB, 6. Dezember 2001
Nr. 1067

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Martin Panholzer
Telefon: (01) 313 93-511
Mobil: 0676/817 111 511
eMail: martin.panholzer@gpa.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB