Kronberger: EU-Forschungsgelder für Atomenergie

Forschungsbudget für erneuerbare Energiequellen und Energieeffizienz gefordert

Wien, 2001-12-06 -(fpd)- Eine Verteilung der Forschungsgelder zu Gunsten der Atomenergie und zu Lasten der nicht-nuklearen Energieträger sieht der EU-Abgeordnete und Energieexperte Hans Kronberger im 6. EU-Forschungsrahmenprogramm, das die 15 EU-Forschungsminister am 10. Dezember behandeln werden.****

Kronberger: "Angesichts der Tatsache, dass elf EU-Mitgliedstaaten entweder über keine Atomkraftwerke verfügen, oder den Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie beschlossen haben, ist es unverständlich, warum für die Periode 2002-2007 der Betrag von 1250 Millionen Euro für die Forschung im Nuklearbereich annähernd gleich hoch bleiben soll, während die Gelder für die Forschung im nichtnuklearen Bereich (erneuerbare Energiequellen, Energieeffizienz und saubere Kohle) fast um ein Drittel auf 750 Millionen Euro gekürzt werden sollen."

Kronberger weiter: "Ein großer Betrag soll dabei der Forschung für die Kernfusion zur Verfügung gestellt werden, obwohl diese frühestens in 50, wenn nicht überhaupt erst in 100 Jahren kommerziell genutzt werden kann. Diese Technologie ist unsinnig und völlig ungeeignet um dem drohenden Klimawandel zu entgegnen."

"Erneuerbare Energiequellen - Sonne, Wasser, Wind und Biomasse -bieten in ihren vielfältigen Möglichkeiten ein hervorragendes Potential um Energieprobleme weltweit zu lösen. Aufgrund der bestehenden Wettbewerbsverzerrungen (Milliarden-Subventionen in die Atomtechnologie über Jahre hinweg), muss der Marktdurchbruch erneuerbarer Energiequellen beschleunigt werden. Dazu sind dringend Forschungsgelder für die Nutzung von Sonne, Wasser, Wind und Biomasse aber auch für Energieeffizienz notwendig. Die EU-Ratsminister sind daher aufgefordert, ein nachhaltiges Forschungsbudget für erneuerbare Energieträger sowie für Energieeffizienz im 6. Forschungsrahmenprogramm zu beschließen." (Schluss)

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Büro MEP Dr. Hans Kronberger

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