Ferrero-Waldner, Häupl und Arlacchi überreichten gestern "Civil Society Award"

Auszeichnung an vier Preisträger aus Algerien, Burundi, Indonesien und Peru

Wien (OTS) - "Das Gewähren von Hilfestellung und Serviceleistung gegenüber unseren Mitmenschen, um Ihren Mut zu mobilisieren, ist eine wichtige Aufgabe in jeder Gesellschaft. Menschen zu finden, die all ihren Mut zusammenfassen, um sich in Krisen- und Konfliktsituationen zu exponieren, ist noch schwieriger. Heute ehren wir vier Preisträger aus drei verschiedenen Kontinenten für ihre außerordentlichen Leistungen für die Zivilgesellschaft", so Außenministerin Benita Ferrero-Waldner gestern Abend im Wiener Rathaus anlässlich der feierlichen Verleihung des "Civil Society Award" an die Algerierin Saida Benhabyles, die Indonesierin Veronica Colondam, an Athanase Rwamo aus Burundi sowie an eine peruanische Nicht-Regierungs-Organisation (NGO).

Die Außenministerin nahm gemeinsam mit Wiens Bürgermeister Michael Häupl und dem Generaldirektor der Vereinten Nationen (UNO) in Wien Pino Arlacchi an der feierlichen Ehrung teil. Der "Civil Society Award" war 1999 gemeinsam von den Vereinten Nationen, dem Außenministerium und der Stadt Wien ins Leben gerufen worden und wird für außergewöhnliche Beiträge zur globalen Kampagne gegen Drogenmissbrauch, Kriminalität und Terrorismus verliehen. "Während der Kampf gegen den Terrorismus zu recht mit aller Härte weitergeführt wird, müssen wir auch Wege finden, um die Wurzeln und die tiefliegenden Gründe für Unzufriedenheit, Hoffnungslosigkeit, Extremismus und Terrorismus zu eruieren. Bei diesen umfassenden Bemühungen spielen die Vereinten Nationen eine Schlüsselrolle", so die Außenmiisterin.

Als rezentes Beispiel dafür nannte Ferrero-Waldner die führende Rolle der Vereinten Nationen bei den Anstrengungen zum Wiederaufbau in Afghanistan. Die Außenministerin wies auch darauf hin, dass den beiden UNO-Institutionen "Office for Drug Control and Crime Prevention" und "Centre for Crime Prevention", beide mit Sitz in Wien, angesichts des direkten Zusammenhangs zwischen internationalem Terrorismus einerseits und organisiertem Verbrechen, Geldwäsche, Drogenhandel und Waffenschmuggel andererseits eine bedeutende Rolle zukomme. "Ich bin der Überzeugung, dass wir diese in Wien ansässigen Einheiten der Vereinten Nationen in unserem gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus stärken müssen", so Ferrero-Waldner.

Letztlich könne man jedoch den Kampf gegen Terrorismus nur unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft gewinnen. Dies gelte vor allem im Kampf gegen Intoleranz und Gewalt. In diesem Zusammenhang sei es besonders wichtig, für die Rechte der Frauen zu kämpfen, nicht zuletzt, weil sie gemeinsam mit Kindern als erste und am schwersten von den Auswirkungen von Konflikten betroffen sind.

"Die Tatsache, dass Personen aus allen Kontinenten in diesen Kampf aktiv involviert sind, gibt uns die Hoffnung, dass wir eines Tages gewinnen werden. Ich hoffe auch, dass der "Civil Society Award" der Vereinten Nationen nicht nur Verdienste belohnt, sondern für uns alle als Ansporn wirkt, unsere Anstrengungen zu verdoppeln und dem Beispiel jener bereits ausgezeichneten Persönlichkeiten zu folgen."

Rückfragen & Kontakt:

Außenministerium
Presseabteilung
Tel.: (01) 53 115-3262
Fax: (01) 53666-213
abti3@bmaa.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA/OTS