Semperit: Shareholder-Value geht vor Arbeitsplätzen

Wien (OTS) - "Fast 1.000 Arbeitsplätze werden im Semperitwerk in Traiskirchen verloren gehen. Doch die Mitglieder der Bundesregierung ignorieren, wie nicht anders zu erwarten, die Hilferufe der Betriebsräte", so KPÖ-Wirtschaftssprecher Michael Graber.

Laut Graber war diese Entwicklung "leider absehbar. Conti hat Semperit als verlängerte Werksbank benutzt, die Forschung abgezogen, Investitionen nicht getätigt. Semperit ist ein klassisches Beispiel für jene neoliberale Globalisierung, die wir politisch bekämpfen. Selbst gesunde Betriebe werden zerschlagen, nur damit der Gewinn der Aktionäre noch fetter ausfällt. Es ist höchste Zeit, dass sich die Gewerkschaften auf europäischer und internationaler Ebene zusammenschließen, um den Standortwettbewerb, durch welchen die Belegschaften gegeneinander ausgespielt werden, einzudämmen."

Schon der 1986 erfolgte Verkauf der Semperit GesmbH an Conti durch die verstaatlichte Creditanstalt (CA) war - so Graber - "ein Skandal. Conti erhielt Semperit um 440 Millionen Schilling, obwohl die Eigenmittel von Semperit sich auf über 800 Millionen beliefen. Zudem hat die damalige Regierung fast 1 Milliarde Schilling an staatlichen Zuschüssen an Conti ausgeschüttet. Und seither hat Conti fast 6 Milliarden Schilling aus dem Unternehmen an Profiten herausgezogen. Durch die Schließung von Semperit wird Österreich eine über 100jährige industrielle Kompetenz entzogen."

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