Häupl zieht positive Bilanz für Wiener Standortmarketing

Scharfe Worte gegen jüngste Kritik der FPÖ

Wien, (OTS) Im Rahmen eines Pressegespräches am Donnerstag, zu der die Wiener Wirtschaftskammer eingeladen hat, zog Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl ein positives Resümee über die Bemühungen Wiens um eine attraktive Wirtschaftspolitik. Der ausgezeichnete Ruf Wiens werde nicht nur durch diverse Umfragen renommierter Beratungsunternehmen bestätigt, sondern auch dadurch, dass 57 Prozent des österreichweit investierten Auslandkapitals in der Bundeshauptstadt getätigt worden seien, betonte Häupl. Als wesentliche Voraussetzung für das gute Ergebnis Wiens im internationalen Wirtschaftsmarketing nannte Häupl die vor einigen Jahren begonnene gute Zusammenarbeit mit der Wiener Wirtschaftskammer und anderen wirtschaftsorientierten Institutionen. Hinsichtlich der jüngst geäußerten Kritik der FPÖ, die die Qualität des Wiener Standortmarketings, wie auch die Arbeit der Tochter von Wiens Wirtschaftskammerpräsident Komm.Rat Walter Nettig in Frage stellte, stellte Häupl "in aller Deutlichkeit" fest, dass diese Kritik niveaulos und einer persönlichen Denunziation bedenklich nahe komme. Hinsichtlich der sachlichen Kritik am Wiener Standortmarketing betonte er, dass Wien, wie auch seine Partner bereits aus gewissen Fehlern gelernt hätten. Das präsentierte Ergebnis zeige aber nachdrücklich, dass der eingeschlagene Weg richtig und erfolgreich sei.****

Im Bereich von internationalen Ansiedelungen nimmt Wien derzeit eine österreichweit führende Position ein. So wuchs im Vorjahresvergleich der ausländische Kapitalstock in Wien mit einem Plus von 44 Prozent doppelt so stark wie der gesamtösterreichische. Seit dem EU-Beitritt 1995 erhöhte sich der Kapitalstock ausländischer Investoren in Wien um mehr als 91 Prozent. Die Entwicklung Restösterreichs weist eine wesentlich geringere Dynamik auf. Dort erhöhte sich das Engagement ausländischer Investoren nur um 66 Prozent. Der größte ausländische Investor in Wien ist Deutschland mit rund 83 Milliarden Schilling und 55.000 Beschäftigten. An zweiter Stelle folgen die USA mit 25 Milliarden Schillingen bzw. 12.000 Beschäftigten, den dritten Platz nimmt die Schweiz mit 24 Milliarden Schilling und 14.000 Beschäftigten ein. Insgesamt sind etwa 110.000 Wienerinnen und Wiener in ausländischen Tochterunternehmen beschäftigt. Laut einer aktuellen Analyse der Wirtschaftskammer Wien ist es im ersten Halbjahr 2001 zu etwa 140 Unternehmensneugründungen mit ausländischer Beteiligung in Wien gekommen.

Eine ebenfalls wichtige Rolle nimmt bei den Wiener Außenwirtschaftsaktivitäten auch der Städtetourismus ein, der in der Bilanzzeit 1999 und 2000 7,7 Millionen Nächtigungen registrieren konnte. Im Bereich der Wiener Exportwirtschaft konnten ortsansässige Firmen in den USA um fast 26 Prozent, in Hongkong um annähernd 36 Prozent und in China um 71 Prozent mehr an Produkten absetzen. Lediglich die Exporte nach Japan gingen wegen der mittlerweile bereits drei Jahre andauernden dortigen Rezession um 4,3 Prozent zurück. (Schluss) hch/vo

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