Continental prüft Einstellung der Produktion in Traiskirchen

Traiskirchen/Hannover (OTS) - Der Vorstand der Continental AG hat heute Geschäftsführung und Betriebsrat des Werkes Traiskirchen in Österreich über seinen gestrigen Beschluss informiert, dass er die Schließung des Werkes Traiskirchen einzuleiten beabsichtigt. Die Maßnahme, die im Juli 2002 geplant ist, wird durch die schwächere Nachfrage bei Pkw-Reifen und den deutlichen Rückgang bei Lkw-Reifen notwendig. Ab sofort beginnen die notwendigen Konsultationen mit dem Betriebsrat des Unternehmens und den zuständigen Behörden.

Die Beendigung der Reifenproduktion in Traiskirchen würde zum Abbau von 422 Arbeitsplätzen im Bereich Pkw-Reifen führen, wo im Jahr 2001 rund 3 Millionen Einheiten in den kleineren Standardgrößen von 14 bis 15 Zoll gefertigt wurden. Diese Planzahl musste für das Jahr 2002 wegen der gesunkenen Nachfrage bereits auf etwa 2 Million Einheiten reduziert werden. Bei den Nutzfahrzeugreifen sind 535 Mitarbeiter potenziell betroffen, die im laufenden Jahr rund 700.000 Pneus gefertigt haben. Hier hat die stark gesunkene Nachfrage in den USA, in die Continental aus europäischer Produktion in diesem Jahr nur rund 400.000 Reifen nach 800.000 Reifen im Jahr 2000 exportieren wird, und die Abschwächung der Lkw-Konjunktur in Westeuropa zu einem Rückgang der Verkäufe um mehr als 10 Prozent geführt. Die für das Jahr 2002 geplante Produktionszahl für das Werk Traiskirchen war deshalb bereits im Vorfeld auf 500.000 Einheiten reduziert worden.

Zudem zeigt sich der Lkw-Reifenmarkt in Westeuropa seit mehreren Jahren gesättigt, was starken Wettbewerbs- und Preisdruck in diesem Segment zur Folge hat und die Rentabilität des Standorts Traiskirchen mit seinen hohen Produktionskosten in Frage stellt. Die vom Betriebsrat des Werkes Traiskirchen kürzlich vorgestellten und von der Unternehmensleitung eingehend geprüften Vorschläge zur weiteren Reduktion von Kosten und zur Erhöhung der Rentabilität reichen zur langfristigen Sicherung des Standortes nicht aus. Continental sucht nun nach Lösungen für die von der Produktionseinstellung betroffenen Mitarbeiter. Neben dem bestehenden Sozialplan soll v.a. die Arbeitsstiftung erweitert werden.

Von den Restrukturierungsplänen vorerst nicht betroffen sind der Mischsaal und die Kalanderfertigung des Werkes, wo Rohgummimischungen sowie Stahl- und Textilgewebeeinlagen für die Herstellung von Reifen produziert werden. Dieser Bereich mit rund 300 Arbeitsplätzen bleibt zunächst bestehen. Der im Werk angesiedelte Vertrieb mit über 100 Mitarbeitern ist von diesen Maßnahmen nicht betroffen.

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