SP-Muttonen fordert rasche Hilfe für Weiterbestand von Public Netbase

Wien (SK) Als "reine Lippenbekenntnisse" bezeichnete SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen die Betonung der Netzkulturavantgarde durch Kunststaatssekretär Morak: "Die akuten finanziellen Probleme der Netzkulturinitiative Public Netbase zeigen es ganz deutlich: Morak weist zwar immer wieder auf die Wichtigkeit moderner Kulturträger hin und bezeichnet sie als Orte, die 'hohe kulturelle Aufladung' erzeugen und imagebildend für Österreich wirken. Diese 'Redeübungen' zeigen aber keinerlei Auswirkungen auf seine konkrete Politik: Morak lässt eine der engagiertesten Vertreterin der österreichischen Netzavantgarde offenen Auges in den Ruin laufen", kritisierte Muttonen. ****

Public Netbase sei eines der "klassischen Beispiele für die Politik der finanziellen Aushungerung" kritischer und daher unbequemer Kunstinitiativen. Ein derartiges Vorgehen hätte mittlerweile Methode, so die Abgeordnete am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Der Umgang der Bundesregierung mit den unabhängigen österreichischen Netzkultur-Initiativen, aber auch des Landes Kärnten am Beispiel des UNIKUM in Klagenfurt, sei beschämend für ein Land, das sich Kulturnation nennt, so Muttonen weiter.

"Die Inaktivität der politischen Entscheidungsträger im Umgang mit der sehr aktiven österreichischen Netzkulturavantgarde erhärtet vielmehr den Verdacht, dass die unabhängigen und kritischen Initiativen 'kleingehalten' und damit in die Schranken verwiesen werden sollen. Konkret geschieht dies durch unzureichende Dotierung oder gar durch Entzug von Förderungsmitteln." Mit der Aushungerung seiner Netzkultur beraube sich Österreich aber mittelfristig der Chance, zeitgenössische Inhalte durch Partizipation im Internet in die Welt zu tragen", formulierte Muttonen.

"Ich appelliere an den Kunststaatssekretär, konstruktiv zu einem Weiterbestand der Netzkulturinitiative Public Netbase beizutragen. Damit könnte er ein deutliches positives Signal setzen, dass ihm die Netzkultur wirklich ein Anliegen ist", sagte Muttonen abschließend. (Schluss) wf/mm

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