FSG-Bachner: Benya war engagierter Kämpfer und Sympolfigur

Benyas letzte Warnungen ernst nehmen

Wien (ÖGB). "Fest verwurzelt in seinen sozialdemokratischen Grundsätzen war Anton Benya der Mann des Ausgleiches. Er hat dieses Land geprägt wie kaum ein anderer in der zweiten Republik. Der Wiederaufbau Österreichs, die Entwicklung der Sozialpartnerschaft sowie Wohlstand und soziale Sicherheit sind eng verbunden mit der Person Benya", so die Bundessekretärin der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), Roswitha Bachner, zum Ableben des ehemaligen ÖGB-Präsidenten Anton Benya.++++

Sein ganzes Leben widmete er dem Kampf um die Rechte der ArbeitnehmerInnen. 24 Jahre stand er an der Spitze des ÖGB. Noch im Juli nahm er an der "ÖGB-Demo für Demokratie" teil und war auch für die Urabstimmung aktiv. Bachner: "Sein Leben war geprägt vom Suchen nach dem Ausgleich und er war damit einer der Väter des sozialen Friedens in Österreich. Dass er diesen nun gefährdet sah, machte er noch bei der 'Demo für Demokratie' deutlich."

"Österreich war über viele Jahrzehnte dank der Sozialpartnerschaft weltweit Vorbild und die EU baut ihre Zukunft auf dem Modell der Sozialpartnerschaft auf", richtete er am 5. Juli noch mahnende Worte in Richtung der derzeit politisch Verantwortlichen. Bachner: "Und diese Mahnung soll gerade auch nach seinem Tod ernst genommen werden. Es zeugt von wenig Taktgefühl, dass nur wenige Stunden nach seinem Ableben viele, die inzwischen der Konflikdemokratie das Wort reden, seine gelebte Konsensbereitschaft loben."

"Für die FSG und die gesamte Gewerkschaftsbewegung wird Benya immer ein Vorbild bleiben. Unser Mitgefühl gilt jetzt seiner Frau und der Famlie."

FSG, 6. Dezember 2001 Nr. 116

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