Brauner eröffnet Gender Mainstreaming-Konferenz im Rathaus

Ziel: Chancengleichheit als Bestandteil der Unternehmenskultur der Stadt Wien

Wien, (OTS) Frauenstadträtin Mag. Renate Brauner und Planungsstadtrat DI Rudolf Schicker eröffneten am Donnerstag eine Informationsveranstaltung zu Gender Mainstreaming. Zielgruppe:
Führungskräfte, hochrangige BeamtInnen und Verantwortliche aus den Bezirken. Das Wiener Frauenbüro (MA 57) veranstaltet die Konferenz mit dem Ziel, über Entstehungsgeschichte, Hintergründe und vor allem die Bedeutung der Gender Mainstreaming-Strategie für Politik und Verwaltung zu informieren. "Wir arbeiten in Wien schon längst mit Gender Mainstreaming, ohne bisher diesen Begriff zu verwenden. Frauengerechte Stadtplanung und ein eigenes Frauengesundheitsprogramm sind hervorragende Beispiele dafür. Mit der heutigen Veranstaltung werden wir mit Informationen über ganz konkrete Umsetzungsmöglichkeiten in der Verwaltungspraxis den Prozess des Gender Mainstreaming weiter beschleunigen", zeigte sich Brauner zuversichtlich.****

Gender Mainstreaming bedeutet, bei jeder Maßnahme oder Planung die Frage zu stellen, ob Frauen und Männer auf unterschiedliche Weise davon betroffen sein werden. Wenn die Antwort "ja" lautet, ist der nächste Schritt, sicherzustellen, dass durch dementsprechende Veränderungen oder Anpassungen beide Geschlechter gleich betroffen sind. Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei geeignetes Zahlenmaterial und die statistische Aufarbeitung nach Geschlechter-Kriterien. "Nur wenn wir wissen, wie viele und welche Frauen oder Männer von Maßnahmen der Verwaltung oder Politik betroffen sind, können wir präventiv tätig werden, um Ungleichheiten schon im Vorfeld zu vermeiden", erklärt die Leiterin des Frauenbüros Mag. Daniela Lessing.

Brauner betonte die Bedeutung der Kommunalpolitik als "Gesellschaftspolitik des Alltags". Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen und Männern seien sehr unterschiedlich und das müsse berücksichtigt werden. In manchen Bereichen sei das schon bisher sehr gut gelungen: "Die Leitstelle für frauen- und alltagsgerechtes Planen hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich diese Stadt zunehmend an die Bedürfnisse von Menschen mit Kindern oder das individuelle Sicherheitsgefühl von Frauen anpasst, statt umgekehrt." In diesem Zusammenhang betonte auch Stadtrat Schicker die Wichtigkeit von Gender Mainstreaming in der Stadtplanung. "Gerade im Bereich Stadtentwicklung werden jetzt die Entscheidungen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte getroffen. Da muss es selbstverständlich sein, dass mögliche Auswirkungen auf verschiedene Geschlechter und soziologische Schichten berücksichtigt werden", so Schicker.

Als weitere wichtige Bereiche, in denen Gender Mainstreaming implementiert ist, nannte Brauner Gesundheit, Arbeitsmarkt und die Rolle von Frauen in den Neuen Technologien. Durch die Einsetzung der Frauengesundheitsbeauftragten sei es etwa gelungen, den Tatsachen Rechnung zu tragen, dass Gesundheit und Krankheit ein Geschlecht hätten und keineswegs geschlechtsneutral seien. Brauner bedankte sich für die Unterstützung der etwa 100 anwesenden Frauen und Männer: "Ich freue mich, dass Gender Mainstreaming auf so großes Interesse stößt." Dr. Roland Kassar, Bereichsdirektor für Personal, erklärte, dass Chancengleichheit als unternehmerisches Ziel der Stadt Wien festgelegt sei. Es sei vor allem wichtig, die Unterstützung von Personen in Schlüsselpositionen für die Umsetzung von Gleichstellungsmaßnahmen zu gewinnen. (Schluss) hk

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