Habichtskauz: ausgestorben - wiederangesiedelt - erschossen!

WWF und Österreichische Jägerschaft verurteilen die sinnlose Tat

Wien (OTS) - Aufgrund des illegalen Abschusses eines der beiden ersten in Österreich wiederangesiedelten Habichtskauzes veranstaltete der WWF gemeinsam mit den Projektpartnern des Wiederansiedelungsprogrammes heute eine Pressekonferenz. Der Vogel, dessen Aufzucht, Auswilderung und Betreuung eine halbe Million Schilling gekostet hatte, wurde mit Schrot getötet. Der Schütze schlug dem großen, völlig harmlosen Eulenvogel nach der Tat den Fang mit dem Markierungsring ab und warf das Tier in einen Bach, wo es von einem Betreuer des Projektes gefunden wurde. Nicht nur der WWF ist über diese verwerfliche Vorgangsweise entsetzt. Auch Dr. Peter Lebersorger, Generalsekretär der Österreichischen Jägerschaft verurteilt die Straftat zutiefst und kündigt harte Konsequenzen an -" Die Österr. Jägerschaft ist erschüttert, dass das Fehlverhalten eines Einzelnen und vor allem die Art und Weise, wie mit dem Fehler umgegangen wird (Vertuschen, Verstümmeln des Kadavers, Wegwerfen) ein erfolgversprechendes Projekt torpediert. Wir werden von Seiten der Jagd auf umfassende Aufklärung und Ausforschung des Täters drängen und fordern dessen lebenslangen Jagdkartenenzug. Denn die Tat nach dem Abschuss, das Vertuschen, ist ebenso verabscheuenswürdig wie die Tat selbst. Wir werden die Schiene der Aufklärung über gefährdete Arten, über Artenschutzprojekte und über die tatsächliche Rolle solcher Arten im Biotop verstärkt kommunizieren. Gerade die in den Projekten engagierten Jäger vor Ort werden hier Unterstützung der Verbände ohne Wenn und Aber erhalten."

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