Knotzer: Conti schneidet sich selbst ins Fleisch

Schließung von Semperit kostet mindestens 100 Millionen Euro -Marktanteil in Österreich bei Winterreifen von 40 Prozent wird nicht zu halten sein!

Niederösterreich (SPI) Die Schließung des Werkes Traiskirchen des Contikonzerns ist nicht nur unsozial und ungerecht, sondern auch nicht wirtschaftlich. Die Reifenmarke "Semperit" ist in Österreich ein Begriff und national aber auch international ein Qualitätsbegriff. "Die Schließung von Semperit kostet zumindest 100 Millionen Euro, dies sollten auch die Aktionäre des Contikonzerns bedenken. In Österreich hat der Semperit - Winterreifen einen Marktanteil von 40 Prozent. Ich bin mir sicher, dass die Österreicherinnen und Österreicher in Zukunft zweimal überlegen ein Produkt zu kaufen, dass mit dem Verlust von 1.500 Arbeitsplätzen verbunden ist", stellte der Bürgermeister von Traiskirchen LR Fritz Knotzer fest.

Hier geht es um 1.500 Schicksale und um viele Familienmitglieder die von der Kündigung betroffen sind. Alle diese Menschen haben direkt oder indirekt in den letzten Jahren gute Gewinne für den Konzern erwirtschaftetet. "Diese Menschen jetzt in das Nichts zu schicken und an einem anderen Standort andere Menschen, solange arbeiten zu lassen bis wieder ein neues Niedriglohnland gefunden ist, ist eine völlig abzulehnende Konzernstrategie. Dieser Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft muss durch die Globalisierung der Sozialstandards ein Riegel vorgeschoben werden. Wir Traiskirchner werden auch im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des neuen Standortes gegen diese "Dividendenpolitik" auftreten", so Bürgermeister LR Fritz Knotzer.
sw

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