UN - Vienna Civil Society Award 2001

Preise für Projekte aus Algerien, Burundi, Indonesien und Peru

Wien, (OTS) Am Mittwoch wurde im Wiener Rathaus zum 3. Mal der UN Vienna Civil Society Award vergeben. Eine Prominentenjury, der der Wiener UNO-Generaldirektor Pino Arlacchi, Bürgermeister Dr. Michael Häupl, Außenministerin Benita Ferrero Walder, Königin Silvia von Schweden, der ehem. Schweizer Bundesrat Adolf Ogi sowie ein früherer Preisträger angehörten, wählte die vier Preisträger.

Die Preise werden an Personen und Organisationen verliehen, die sich in besonderem Maße um die Zivilgesellschaft, wie etwa auf dem Gebiet der Bekämpfung des Drogenmissbrauchs, der Drogenkriminalität, der Rehabilitation von Drogensüchtigen, der Betreuung von Entführten oder der Bekämpfung von Korruption verdient gemacht haben.

Insgesamt wurden heuer rund 100 Projekte aus den Bereichen Drogen/Verbrechensverhütung eingereicht, die meist ohne Unterstützung durch offizielle Stellen realisiert wurden. Projekte aus Algerien, Burundi, Kenia, Peru, Österreich, Indonesien, Pakistan, Thailand, Mexiko und Bolivien kamen in die Endrunde.****

Utl.: Die Preisträger

Frau Saida Benhabyles aus Algerien hat schon seit frühester Jugend eine führende Rolle in der Verteidigung der Rechte von Terroropfern und der Rechte der Frauen in Algerien inne. Trotz Repressionen, die ihre eigene Familie betrafen, wich sie nie von Ihrer Arbeit ab. Vor wenigen Jahren war Benhabyles für den Friedensnobelpreis nominiert.

Kinder vor Hunger, Ausbeutung und Drogenmissbrauch zu schützen, ist das Hauptanliegen von Athanase Rwamo aus Burundi. Er gründete zwei NGOs mit dem Ziel, Kinder betreffend die Gefahren des Drogenmissbrauchs, Hunger, Ausbeutung sowie AIDS zu unterrichten und konkrete Hilfe zu bieten. Er und seine Mitarbeiter konnten mehr als 400 Kinder in Familien integrieren, Weisenkinder einen Heimplatz und eine Ausbildung bieten und kriegsgeschädigte Kinder aus Ruanda betreuen.

Betroffenheit über den ansteigenden Drogenmissbrauch in Indonesien hat Veronica Colondam dazu animiert, die Non-Profit-Organisation YCAB zu gründen. Ziel ist die Information Jugendlicher zum Thema Drogenmissbrauch, die im direkten Kontakt an Schulen, Hochschulen und Universitäten aber auch in Moscheen, Kirchen und Spitälern erteilt werden kann. Die Organisation wendet sich auch an Lehrer und Eltern und bindet Massenmedien in ihre Kampagnen ein.

Das Peruanische Instituto Mundo Libre wurde 1985 gegründet. Straßenkinder im Alter zwischen 9 und 17 Jahren, die am meisten von Drogenmissbrauch betroffen sind, sollen in die Gesellschaft integriert werden. Eine Klinik kann bereits 89% Erfolgsrate bei der Behandlung von Drogenabhängigen verzeichnen, insgesamt wurden mehr als 700 Straßenkinder rehabilitiert und erhielten eine Ausbildung. Durch die Schulung von Erwachsenen im Bereich Drogenprävention und Kampagnen in den Massenmedien konnte das Insituto Mundo Libre die Zahl der drogenabhängigen Straßenkinder in Peru tatsächlich senken.

Utl.: Stadt Wien im internationalen Netzwerk

Mit dem Engagement der Stadt Wien geht diese einzigartige Zusammenarbeit zwischen Stadt, Bund und einer internationalen Organisation nunmehr in das dritte Jahr. Die Stadt Wien stellt nicht nur das Rathaus für die Verleihung zur Verfügung sondern stiftet auch ein Drittel des Preisgeldes in der Höhe von insgesamt 100.000 US-Dollar. Nach dem heurigen Event ist eine umfassende Evaluation betreffend die Verwendung der Preisgelder geplant. Die Stadt unterstützt damit das in Wien angesiedelte UN-Büro für Drogenkontrolle und Verbrechensbekämpfung, das eine wesentliche Aufwertung für den Standort Wien bedeutet. Neben der Verbundenheit der Stadt mit den Vereinten Nationen wird dadurch nicht zuletzt die Reputation Wiens als eine weltoffene Metropole und eine der sichtersten Großstädte der Welt unterstrichen. "Kriminalität im Drogenmilieu", so Bürgermeister Dr. Michael Häupl, "kennt weder soziale noch nationale Grenzen, der Kampf gegen jede Form von Gewalt muss daher ein übernationales zentrales Anliegen sein". (Schluss) eg

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