Posch: Studiengebühren führen zu starkem Rückgang der Studierendenzahl

Wien (SK) "Die neuesten Zahlen zum Ende der Inskriptionsfrist beweisen, was von seiten der Regierungsparteien stets bestritten wurde: Die Zahl der Studierenden hat stark abgenommen", sagte heute SPÖ-Abgeordneter Walter Posch. Im Wintersemester 2000/01 waren noch 241.576 Studierende inskribiert; für das heurige Wintersemester geht man von 192.945 Studierenden aus. "Dieser eklatante Rückgang von knapp 50.000 Studierenden bzw. 20 Prozent ist auf die Einführung der Studiengebühren zurückzuführen", kritisierte Posch. Damit habe sich die Befürchtung erfüllt, dass die Studiengebühren als sozialer numerus clausus fungieren. Durch die Studiengebühren würden vor allem sozial Schwächere sowie Personen, die neben dem Beruf studieren, abgeschreckt, so der SPÖ-Abgeordnete. ****

Die Argumentation von Ministerin Gehrer, man hätte allen Unkenrufen zum Trotz 193.000 Studenten, könne er ganz und gar nicht verstehen. "Dass man den Rückgang von 50.000 Studierenden noch als Erfolg verkaufen will, ist mir völlig schleierhaft", merkte Posch an. "Anstatt sich in realitätsfernen Durchhalteparolen zu üben, sollte Ministerin Gehrer besser darüber nachdenken, die Studiengebühren alsbaldigst wieder abzuschaffen, bevor die Studierendenzahlen noch weiter sinken und die österreichische Akademikerquote, die im Europavergleich ohnehin im letzten Drittel liegt, noch weiter abfällt", so Posch abschließend. (Schluss) ah/mp

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