Kautz: Schwarzauer Banküberfall hat Innenminister zu verantworten

Sicherheitspolitischer Kahlschlag zeigt erste Auswirkungen

St. Pölten, (SPI) - Der gestrige Banküberfall auf eine Filiale der Raiffeisenbank in Schwarzau im Gebirge im Bezirk Neunkirchen wirft im Zuge der bundesweiten Gendarmeriepostenschließungsorgie berechtigte Fragen für die lokale Bevölkerung sowie für etliche politische Mandatare auf. Neunkirchens Bürgermeister LAbg. Herbert Kautz zeigt sich wenig überrascht über die Vorkommnisse und glaubt nicht an Zufälle: "Die Einbrüche von Lichtenau vor wenigen Tagen, sowie der gestrige Banküberfall in unserem Bezirk, sind die logische Folge des sicherheitspolitischen Kahlschlags der schwarz-blauen Koalition. Schon seit Wochen weise ich immer wieder auf die Gefahren des hausgemachten Sicherheitsmankos insbesondere im Bezirk Neunkirchen hin, bisher sind die Rufe ungehört verhallt. Nun wurde meine Befürchtung bittere Realität und dazu muß man kein Hellseher sein."****

Der Neunkirchner Mandatar geht jedoch noch einen Schritt weiter indem er Minister Strasser persönlich für die Vorkommnisse zur Verantwortung zieht. "Nur der Erhalt der Posten vor Ort sowie die Präsenz der Gendarmerie in den Gemeinden garantieren ein hohes Maß an öffentlicher Sicherheit in ländlichen Regionen. All das ist durch die Strasser"sche Zusperrverordnung nicht mehr lückenlos gegeben. Daher ist in letzter Konsequenz der Innenminister für den Banküberfall von gestern verantwortlich. Traurige Realität am Rande bleibt nur, dass kriminalistische Delikte der Art, wie sie in den letzten Tagen in Niederösterreich gehäuft aufgetreten sind, keine Einzelfälle bleiben werden. Sie sind erst die Spitze des Eisberges. Und ich sehe nicht ein, dass die Bevölkerung die Rechung für missglückte Politverordnungen löhnen soll", so LAbg. Herbert Kautz abschließend. (Schluss) rs

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