Kein Beschluss über eigene Zahnärztekammer

Österreichische Ärztekammer arbeitet an Integrationsmodell - drei Arten von Zahnbehandlern

Wien (OTS) - Es gibt keine verbindlichen Beschlüsse, die Zahnärzte aus dem Verbund der Ärztekammern herauszulösen und in eine eigene Interessenvertretung überzuleiten. Dies stellte die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) zu aktuellen Medienberichten, wonach die österreichischen Zahnärzte eine eigene Kammer gründen würden, Mittwoch in einer Aussendung fest.

Wie die Österreichische Ärztekammer mitteilt, werde auf Anfrage der EU-Kommission zur Zeit überprüft, wie die Standesvertretung aller zahnärztlichen Berufe in Zukunft gemeinschaftskonform zu organisieren sei.

Bekanntlich wird es demnächst in Österreich drei Arten von Zahnbehandlern geben:

+ Bisherige Zahnärzte, die zur Ausübung ihres Berufes ein
volles Medizinstudium durchlaufen haben, bevor sie ihre spezielle zahnärztliche Ausbildung absolvierten (Dr. med. univ.).

+ Dentisten, die in Zukunft nicht mehr ausgebildet werden.

+ Doktoren der Zahnheilkunde, die demnächst nach Absolvierung einer vom allgemeinen Medizinstudium losgelösten, eigenen zahnärztlichen Universitätsausbildung zur Verfügung stehen werden (Dr. med.dent.).

Zur Zeit ist eine Arbeitsgruppe innerhalb der Österreichischen Ärztekammer mit der Klärung dieses Problems beauftragt, wobei an einem Integrationsmodell gearbeitet wird. Das bedeutet, dass der Verbleib der Zahnärzte innerhalb der Ärztekammern durchaus eine realistische Variante darstelle, heißt es aus der Österreichischen Ärztekammer. (Schluss)

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