Haider im NEWS-Interview: Beharren auf Regierungsbeschluss und Null-Option - Jörg Haider sieht auch nach dem Gespräch Schüssel-Riess-Passer, Dienstag Nachmittag, die Koalition in

Gefahr: "Die ÖVP wäre am Ende der Wende schuld." Vorausmeldung zu NEWS 49/01 v. 6.12.2001

Wien (OTS) - In einem Interview in der morgen erscheinenden
Ausgabe des Nachrichten-magazins NEWS sieht Kärntens Landeshauptmann und Ex-FPÖ-Obmann Jörg Haider auch nach den Gesprächen zwischen BK und Vizekanzlerin Riess-Passer gestern, Dienstag Nachmittag, keine Lösung des Konflikts in Sachen Temelin. Haider: "Es muss einen Regierungsbeschluss über das Regierungsübereinkommen mit Tschechien geben. Das Abkommen wird von uns unterstützt, wenn gewährleistet ist, dass die Verhandlungen jederzeit auf Wunsch eines Koaltionspartners wieder eröffnet werden können. Das muss im Ministerrat beschlossen werden."

Kommt kein Ministerratsbeschluss zustande, so Haider: "Dann geht's nicht mehr." Auf die Frage, ob das das Ende der Koalition wäre, sagt Haider wörtlich: "Dann ist es aus. Ja."

Haider beharrt auch darauf weiterhin die von Bundeskanzler Schüssel als unrealistisch bezeichnete Null-Variante im Spiel zu halten. Haider: "Wir müssen auch weiterhin über die Null-Option verhandeln können."

Über das Verhältnis der Koalition sagt Haider: "Das Entscheidende ist der Umgang. So geht man nicht mit einem Partner, schon gar nicht mit einer Frau um. So kann man einfach nicht mit einer Dame umgehen. Es ist völlig unverständlich, dass der Kanzler die Vizekanzlerin öffentlich düpiert hat. Das Vertrauensverhältnis ist am Prüfstand. So wie ich die Susanne Riess-Passer kenne, ist das sicher eine Belastung."

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