Neudeck: Euro: "Banken sollen Umtauschfrist verlängern"

Wien, 2001-12-05 (fpd) - "Anfang November habe ich in einem offenen Brief die Banken und Sparkassen Österreichs aufgefordert, für Kommerzkunden die Umtauschfrist der Schillingbestände um zwei Wochen zu verlängern", wies heute der freiheitliche Abg. Detlev Neudeck nochmals auf seine Forderung hin. "Es gab zahlreiche Reaktionen seitens der Banken und auch von Unternehmerseite".****

"Während die Unternehmer diese Initiative durchwegs begrüßt haben, war die Reaktion der Banken und Sparkassen eher verhalten. Lediglich die Oberbank, mit mehr als 90 Filialen in Österreich vertreten, hat zugesagt, für ihre Kunden bis Ende 2002 den Schillingumtausch kostenlos durchzuführen", sagte Neudeck.

"Das ist eine sehr kundenfreundliche und begrüßenswerte Initiative dieser Bank. Es wäre wünschenswert, wenn sich die anderen Banken und Sparkassen dem zumindest teilweise anschließen", führte Neudeck weiter aus. "Es ist nicht wirklich einzusehen, warum sich die anderen Institute noch zieren und gerade den kleinen Händlern und Gewerbetreibenden hier nicht entgegenkommen wollen!"

Die Regelung, wonach der kostenlose Umtausch von Schillingbeträgen nur bis zum 28. Februar 2002 möglich sein solle, würde die Gastronomie, Kinos, Taxiunternehmer, aber auch Tankstellen und Automatenbetreiber besonders treffen. Diese müßten ihre Schillingbestände bereits am ersten März 2002 in die nächstgelegene Filiale der Nationalbank bringen. Nur die Nationalbank ist nämlich zur Annahme der Schillinge verpflichtet, betonte Neudeck.

"Es wundert mich schon ein wenig, daß nicht mehr Banken und Sparkassen die Möglichkeit aufgegriffen haben, ihren Kommerzkunden eine echte Unterstützung anzubieten. Ganz im Gegenteil, es wurde damit argumentiert, daß die duale Phase ohnehin nur kurz ist und die Schilling sehr schnell umgetauscht werden würden. Wenn es also wirklich keinen Aufwand darstellt, dann könnten doch die anderen Institute ihren Kunden diese Serviceleistung ebenfalls anbieten", schloß Neudeck.
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