"Umweltpreisträger als Trendsetter in ihren Branchen"

Vizepräsident Moser: Betriebe benötigen genügend Spielraum für unternehmerische Eigeninitiatve

Wien (PWK885) - Der heuer bereits zum neunten Mal von der Bundessektion Industrie gestiftete "Umweltpreis der österreichischen Industrie" (siehe unsere heutige PWK-Aussendung "Industrie-Umweltpreise 2001") holt Unternehmen vor den Vorhang, die mit innovativen Projekten um verantwortungsvolles Handeln gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft bemüht sind und dies auch klar nachvollziehbar dokumentieren, erklärte WKÖ-Vizepräsident Komm.Rat Adolf Moser Mittwoch Mittags einlässlich der Übergabe der Preise.

Die Teilnehmer dieses Wettbewerbs sind oftmals Trendsetter in ihren Branchen. Sie lassen den Wandel von einer passiven zu einer aktiven unternehmerischen Umweltpolitik gut erkennen. Jedes einzelne Projekt ist ein wichtiger Baustein zum Beweis der Eigeninitiative und der Problemlösungsfähigkeit der österreichischen Industrie. Die Qualität der heute ausgezeichneten Projekte ist Ansporn für alle österreichischen Betriebe - "Stories of success" als Meilensteine und Motivation für verantwortungsvolles unternehmerisches Engagement.

Um wirtschaftlich erfolgreich agieren zu können und gleichzeitig ökologisch und gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen, sind sinnvolle Rahmenbedingungen für die Unternehmen notwendig.

Die Betriebe benötigen ein Umfeld, das ihnen nicht die Luft zum Atmen abschnürt und das ihnen genügend Spielraum für unternehmerische Eigeninitiative offen lässt. Gerade in der Industrie sind viele Unternehmen dazu bereit, Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft mit dem Streben nach wirtschaftlichem Erfolg zu verknüpfen - also die Vision einer nachhaltigen Entwicklung umzusetzen. Die Politik und die Verwaltung sollten diese Bemühungen mit einem Minimum an Bürokratie und einem Maximum an Flexibilität unterstützen.

"Aufgabe der WKÖ ist es einerseits, dafür zu sorgen und daran mitzuwirken, dass die Spielregeln auf internationaler Ebene verantwortungsvoll und ausgewogen gestaltet werden. Andererseits kämpft unser Haus darum, im Sinne der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Betriebe und des Wirtschaftsstandorts Österreich die internationalen Rahmenbedingungen möglichst unbürokratisch und praxisgerecht umzusetzen", sagte Vizepräsident Moser.

Wenn man einen Blick auf die "Speisekarte" der aktuellen betrieblichen Umweltpolitik wirft, werde einem rasch klar, dass es noch viel zu tun gibt: von der Neugestaltung des österreichischen Abfallwirtschaftsgesetzes (Moser: Wir hoffen, dass das Umweltministerium im Dialog mit uns und nicht gegen uns agiert) über den Richtlinienvorschlag zum CO2-Emissionshandel bis hin zur Umwelthaftung. Bei all diesen Vorhaben werde es im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung nötig sein, ökologische, soziale und ökonomische Aspekte so gut wie möglich auszubalancieren, um die allerorts zitierten "win-win-win"-Situationen in der Realität umzusetzen zu können. (hp)

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DI Oliver Dworak
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