LIEBSCHER: EURO VERHINDERTE WÄHRUNGSTURBULENZEN NACH 11. SEPTEMBER Nationalbankspitze informiert Finanzausschuss

Wien (PK) - In einer Aussprache mit dem Finanzausschuss über die geldpolitischen Massnahmen im 2. Halbjahr 2002 würdigte heute Nationalbank-Gouverneur Klaus Liebscher die rasche Reaktion der Zentralbanken auf die Terroranschläge des 11. September. Die erfolgreichen Schritte, insbesondere die Zinsensenkung der EZB in Abstimmung mit der US-Notenbank, haben eindrucksvoll die Rolle der Zentralbanken als Stabilitätsanker und Krisenmanager unter Beweis gestellt, meinte Liebscher. Das Euro-System habe dabei die einzelnen Staaten vor nachteiligen Währungsturbulenzen bewahrt. Für Liebscher zeigte sich nach dem 11. September, dass die Einbindung Österreichs in die Europäische Währungsunion einen Schutz vor währungspolitischen Schocks bietet. Der Nationalbank-Gouverneur erwartete für 2002 eine Inflationsrate von deutlich unter 2 %. Die Wirtschaft befinde sich in einer Stagnation, nicht in einer Rezession, unterstrich Liebscher mit Nachdruck.

Vizegouverneurin Gertrude Tumpel-Gugerell rechnet damit, dass der Euro-Raum spätestens im 2. Quartal 2002 wieder in eine wirtschaftliche Aufschwungphase eintreten werde. Österreich habe im 2. Quartal dieses Jahres einen Abschwung verzeichnet, derzeit gebe es noch keine Hinweise auf einen Aufschwung, der private Konsum habe sich bisher aber als Wachstumsstütze erwiesen. Auch Tumpel-Gugerell war zuversichtlich, dass die Inflationsrate nächstes Jahr in Österreich auf unter 2 % sinken werde.
(Schluss Nationalbank/Forts. Finanzausschuss)

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