Wlodkowski: Tierarzneimittelkontrollgesetz rasch umsetzen

Neues Gesetz gibt den Konsumenten höchste Sicherheit

Graz, 5. Dezember 2001 (AIZ). - "Am 6. Dezember soll im Gesundheitsausschuss des Parlamentes das Tierarzneimittelkontrollgesetz verabschiedet werden. Die heimischen Bauern wehren sich in diesem Zusammenhang gegen die brüskierenden, haltlosen Vorwürfe der Bundes-Tierärztekammer", betonte heute der steirische Landwirtschaftskammerpräsident, Gerhard Wlodkowski, in einer Aussendung. "Kein einziger Vorwurf entspricht den Tatsachen. Das vorbereitete Gesetz gibt den Konsumenten volle Sicherheit. Es schreibt strengere Vorgaben für den Umgang mit Veterinärarzneimitteln vor, schafft effiziente Kontrollen und schließt bestehende Gesetzeslücken zur Gänze", hielt der Präsident fest. ****

Wlodkowski zu den konkreten Unterstellungen der Tierärztekammer:
"Der Einsatz von Arzneimitteln wird künftig so gut dokumentiert und kontrolliert wie nie zuvor. Damit wird auch die hohe Qualität der Lebensmittel gewährleistet." Und weiter: "Verschreibung, Abgabe und Anwendung von Arzneimitteln sowie ein anschließendes Resistenz-Monitoring sind im vorliegenden Gesetzesentwurf so detailliert festgelegt wie in keinem Gesetz zuvor. Vielmehr schließt man damit -teils seit Jahrzehnten - bestehende Gesetzeslücken zur Gänze." Der Präsident tritt aber gegen die Gratisabgabe von bestimmten Präparaten an die Hausapotheken von Tierärzten ein. "Auch für den Handel müssen die Rückverfolgbarkeit und Kontrolle der Tierarzneien gelten", fordert Wlodkowski.

Steirischer "Tiergesundheitsdienst neu" bereits gegründet

In der Steiermark ist der "Tiergesundheitsdienst neu" bereits gegründet worden. Diese Partnerschaft zwischen Tierärzten, Konsumenten und Bauern ist straff organisiert und legt alle Pflichten und Rechte für die Beteiligten fest. Überprüft wird die Arbeitsweise des Tiergesundheitsdienstes von einer noch zu gründeten unabhängigen Kontrollstelle. "Davon unberührt bleiben beispielsweise die im Tierschutz- und Fleischuntersuchungsgesetz oder in der Rückstandskontrollverordnung bereits festgelegten Behördenkontrollen. Es wird auch keine Selbstbehandlung durch Tierhalter geben, weil der Tierarzt in jedem Fall eine Bestandes-oder Einzeldiagnose stellen wird", erläutert Wlodkowski.

"Die Vorwürfe der Tierärztekammer gehen voll ins Leere. Es ist nicht nachvollziehbar, warum man sich gegen strenge Kontrollen und mehr Transparenz im Interesse der Verbraucher wehrt", unterstrich der steirische LK-Präsident.
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