Arge-ÄrztInnen im ÖGB unterstützen ÄrztInnenprotest

Schluss den mit Hungerlöhnen für junge ÄrztInnen

Wien (ÖGB). "Mit den Hungerlöhnen für junge ÄrztInnen an den Uni-Kliniken muss sofort Schluss gemacht werden. Daher unterstützen wir auch die heutigen Protestmaßnahmen", kritisiert die Sprecherin der Arge-ÄrztInnen im ÖGB, Dr. Sabine Oberhauser, den ernormen Einkommensverlust der JungärztInnen durch das neue Uni-Dienstrecht.++++

Das neue Uni-Dienstrecht begrenzt die Bezahlung für AssistentInnen mit 350.000 Schilling brutto jährlich. Gleichzeitig werden die Dienstverträge mit sechs Jahren befristet. So wurde es von den Koalitionsparteien beschlossen. Oberhauser: "Über die Auswirkungen für in Ausbildung stehende FachärztInnen dürfte sich niemand Gedanken gemacht haben."

Brutto 350.000 Schilling im Jahr bedeuten - Urlaubs- und Weihnachtsgeld mit eingerechnet - 25.000 Schilling brutto monatlich für Menschen, die zu diesem Zeitpunkt im Regelfall zwischen 26 und 32 Jahre alt sind. Dazu kommt, dass dieser Hungerlohn, so die Arge-ÄrztInnen-Sprecherin, auf sechs Jahre eingefroren ist. Oberhauser: "So raubt man engagierten Menschen die Zukunft und die FachärztInnen-Ausbildung an den Universitätskliniken könnte bald nur noch für Begüterte leistbar sein. Das kann es doch nicht sein."

"Die Vertreibung von jungen ÄrztInnen von den Universitätskliniken wird damit vorangetrieben. Nachwuchs wird es unter diesen Bedingungen kaum mehr geben", kritisiert die ARGE-ÄrztInnen-Sprecherin. Sie fordert eine umfassende Diskussion über die Weiterentwicklung des österreichischen Gesundheitssystems und dessen Finanzierung. Oberhauser: "Diese Regierung kürzt überall, denkt nur ans Abkassieren und von Konzepten zur Gestaltung der Zukunft ist nirgends was zu sehen. So kann und darf es nicht weiter gehen."(ff)

ÖGB, 5. Dezember 2001
Nr. 1051

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