Einladung: Präsentation des "Patientenkalenders 2002"

Vernissage in der Neurologie im Krankenhaus Lainz

Wien, (OTS) Kommenden Freitag wird der Vorstand der Neurologischen Abteilung des Krankenhauses Lainz, Prim. Univ.-Doz. Dr. Manfred Schmidbauer, um 14.00 Uhr die Ausstellung "Malen und Zeichnen in der Neurologie" eröffnen. Präsentiert werden Bilder von Menschen mit neurologischen Erkrankungen, die im Rahmen einer Therapie gefertigt und zum "Patientenkalender 2002" zusammengefasst wurden.

Die Kunstwerke können bis Jahresende im Krankenhaus Lainz des Wiener Krankenanstaltenverbundes (1130 Wien, Wolkersbergenstraße 1, Pavillon XI, Neurologische Abteilung) besichtigt werden. Der "Patientenkalender 2002" enthält die gesammelten Werke der Vernissage und kann gegen eine freiwillige Spende erworben werden. Der Reinerlös fließt in die Anschaffung von Utensilien, die für die Maltherapie benötigt werden.****

Rehabilitation neurologisch Kranker

Die Neurologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Gehirns, wie sie z. B. nach einem Schlaganfall auftreten können. Bei Betroffenen ergeben sich durch derartige Erkrankungen tiefgreifende Veränderungen ihrer gesamten Lebensgestaltung. Standen diese Menschen vor der Krankheit noch mitten im gesellschaftlichen Leben, müssen sie in der Krankheitssituation oft sogar wieder sprechen und gehen lernen. Die Rehabilitation kann Wochen und Monate dauern. Die Patienten müssen in diesem Fall lernen, mit dieser, für sie völlig neuen Situation, umzugehen.

Es gibt verschiedene Therapieformen, die als Grundlagenarbeit in der neurologischen Rehabilitation dienen. Eine etwas jüngere Therapieform ist die Kreativ- und Maltherapie. Diese wird an der Neurologischen Abteilung des Krankenhauses Lainz, unter der Leitung von Hans Sfiligoi, seit 1993 angeboten und hat sich seit dieser Zeit bestens bewährt.

Chancen der Kreativtherapie

Viele Patienten werden auf Grund ihrer Krankheit in eine Situation rückversetzt, die der des Kindes sehr ähnlich ist. Sie können sich nicht oder nur mangelhaft unserer Sprache bedienen und haben daher kaum Möglichkeiten sich auszudrücken. Sehr oft bleiben bildnerische Fähigkeiten von dieser Schädigung völlig unbetroffen. Hier bietet die Kreativtherapie verschiedene Chancen für Patienten und Ärzte. Betroffene Menschen können im Rahmen der Therapie bildnerische Kommunikation anstelle der Sprache verwenden. Dadurch bekommen sie neues Selbstwertgefühl und fühlen sich nicht mehr isoliert. Dies fördert die Wiedererlangung der manuellen Geschicklichkeit und kann den weiteren Krankheitsverlauf sowie die Rehabilitation positiv beeinflussen.

Jedoch können auch die Ärzte aus den Bildern, die im Rahmen der Therapie entstanden sind, Rückschlüsse ziehen. So kann manch neurologisch Kranker beispielsweise nur in einem Teil des Gesichtsfeldes sehen. Da Defizite in einigen Bereichen der Hirnfunktion schwer erkennbar sind, können Zeichnung von Patienten als "lesbares" Abbild der Hirnfunktionsstörungen fungieren. (Schluss) bw

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