ARBÖ: Punsch und vorweihnachtlicher Alkohol ist nichts für Fahrzeuglenker

Wien (ARBÖ) - In der Vorweihnachtszeit verlocken wieder zahlreiche Punschhütten und Weihnachtsfeiern zu übermäßigem Alkoholgenuss. Speziell Fahrzeuglenker sollten jedoch nicht "zu tief in das Glas zu blicken", denn wer alkoholisiert ein Kraftfahrzeug lenkt, riskiert nicht nur seine Sicherheit und das seiner Mitfahrer, sondern muss mit schweren Konsequenzen rechnen, so der ARBÖ.

Weihnachtsfeiern sind meist ein Härtetest für Magen und Leber. Der Genuss von Punsch, Glühwein oder "Aufwärm"-Schnapserl birgt für Autofahrer große Gefahren, warnt der ARBÖ: Einerseits wird die 0,5 Promille-Regelung auch in der Vorweihnachtszeit von der Exekutive rigoros kontrolliert, andererseits sollten Fahrzeuglenker nicht mit der fatalen Wirkung des Alkohols im Straßenverkehr spielen.

ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert: "Der Aufforderung zur Feststellung des Atemalkoholgehaltes ist unbedingt Folge zu leisten. Eine Verweigerung des Tests wird automatisch einer Alkoholisierung von über 1,6 Promille gleichgesetzt. Führerscheinentzug, Nachschulung, Regress - all das sind die schwerwiegenden Folgen, abgestuft nach dem Grad der Alkoholisierung. Acht geben müssen vor allem Kraftfahrzeuglenker während der Probezeit und Besitzer eines Mopedausweises, die das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Für sie gilt eine 0,1 Promillegrenze." Übrigens: Der Strafrahmen reicht von ATS 3.000,- / EUR 218,02 bis ATS 80.000,- / EUR 5.813,83.

Sollte der Alkomattest ein positives Ergebnis gebracht haben und man zweifelt das Ergebnis an, so kann der Betroffene bei einem Dienst habenden Arzt einer öffentlichen Krankenanstalt eine Blutabnahme zum Zweck der Bestimmung des Blutalkoholgehaltes vornehmen lassen.

ARBÖ-Verkehrsmediziner Prof. Prim. Dr. Josef Nagler mahnt ebenfalls zur Vorsicht: "Es gibt kein Patentrezept, wie man sich an die 0,5-Promillegrenze heran trinken kann, denn auf den Alkoholspiegel im Blut haben viele Komponenten wie beispielsweise Körpergewicht, Alter oder vorangegangene Nahrungsaufnahme einen entscheidenden Einfluss."

Unterschätzt werden darf auch nicht der "tückische" Restalkohol. Es ist daher wichtig zu wissen, wie schnell Alkohol vom Körper wieder abgebaut wird: Pro Stunde kann der Körper etwa 0,1 Promille abbauen. Ob man schläft oder Sport betreibt, ist dabei völlig unerheblich. Auch schwarzer Kaffee oder fettes Essen ist wirkungslos. Und die "Pille gegen Promille" gehört sowieso ins Land der Träume.

Die ARBÖ-Verkehrsexperten raten deshalb, nach den Weihnachtsfeiern oder Punschhütten-Besuchen auf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxi umzusteigen, denn es zahlt sich nicht aus, ein unnötiges Sicherheitsrisiko einzugehen.

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