BUNDESRATSPRÄSIDENT SCHÖLS PRÄSENTIERT KUNST Zeitgenössische Ikonen von Anton Wollenek im Hohen Haus

Wien (PK) - Bundesratspräsident Alfred Schöls lud heute zu einer Präsentation moderner Ikonen ins Hohe Haus. Zu der Veranstaltung versammelte sich eine große Zahl von Kunstliebhabern, darunter auch zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie Nationalratspräsident Heinz Fischer, Bundesratsvizepräsident Jürgen Weiss und der griechisch-orthodoxe Metropolit Michael.

In seiner Begrüßungsansprache dankte Schöls dem Künstler, dass er bereit war, hier in der Säulenhalle eine Ausstellung auszurichten und uns so Gelegenheit zu geben, in der Hektik des Alltags innezuhalten und nachzudenken. Wollenek sei ein Künstler, der weltweit Anerkennung gefunden habe und nun auch die Stätte der Gesetzgebung mit seinen Werke beehre. Schöls berichtete schließlich von zwei Grußbotschaften, die Kardinal König und der Papst an den Künstler gerichtet hätten.

Abgeordneter Hermann Schultes überbrachte die Grüsse von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll und würdigte Wollenek als einen Künstler, der mit seiner Arbeit einem Thema neue Geltung verleihe. Er habe sich mit dem Andachtsbild intensiv beschäftigt -und auch ein Buch zum Thema publiziert - und es für unsere Zeit weiterentwickelt, wofür ihm Dank geschuldet sei.

Anton Wollenek bedankte sich für die ehrenvolle Aufnahme im Hohen Haus, insbesondere beim Bundesrat und seiner niederösterreichischen Präsidentschaft, sowie bei seinen Förderern für die langjährige Unterstützung. Sodann berichtete der Künstler von seinem Werdegang und von den 78 bisher stattgefundenen Ausstellungen.

Umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von einer musikalischen Darbietung der Chorgruppe der Musikhauptschule Korneuburg unter der Leitung von Franz Grafenauer.

Ikonen sind zentraler Bestandteil der Abbildung der Glaubenserfahrung der orthodoxen Kirchen, ihres spirituellen wie liturgischen Lebens, die ihren Ursprung bereits in der Spätantike haben und im Laufe von eineinhalb Jahrtausenden verschiedene Schulen entwickelten, die auch den Westen nicht unbeeinflusst ließen. Höhepunkte der Ikonenmalerei waren etwa Andrej Rubljow in Rußland und Michael Damaskenos auf Kreta. Und selbst der kretische Maler Domenikos Theotokopoulos, der später in Spanien unter dem Namen "El Greco" weltbekannt wurde, begann sein Schaffen mit der Schöpfung von Ikonen.

Anton Wollenek wurde 1920 nahe Salzburg geboren, seine Studien führten ihn nach Prag, Graz und Stockholm. Er hat ca. 60 moderne Ikonen geschaffen, die in bislang 79 Ausstellungen auf drei Kontinenten gezeigt wurden. Wollenek blickt weiters auf zahlreiche ikonologische Veröffentlichungen zurück. Er lebt in Baden bei Wien und wurde für sein Schaffen mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet. (Schluss)

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