Sozialpartner wollen Arbeitskräftepotenzial sichern BILD

Studie über Arbeitsmarkt-Entwicklungsperspektiven

Bregenz (VLK) - Die Sozialpartner haben im Rahmen des Beschäftigungspaktes Vorarlberg (BPV) die Basler Prognos AG
damit beauftragt, vor dem Hintergrund des spürbaren Fachkräftemangels längerfristige Entwicklungsperspektiven des Vorarlberger Arbeitsmarktes zu untersuchen. Auf der Grundlage
dieser Studie sollen nun insbesondere bei Frauen und älteren Arbeitnehmern die Möglichkeiten geprüft werden, um das Arbeitskräftepotenzial zu sichern. ****

Landeshauptmann Herbert Sausgruber präsentierte heute,
Dienstag, im Pressefoyer gemeinsam mit Vertretern der
Sozialpartner die Ergebnisse der Untersuchung. Deren
Ausgangspunkt ist der Fachkräftemangel, der für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg in zunehmendem Maße ein Entwicklungshemmnis darstellt. Daran werde sich auf Grund der demografischen Entwicklung sowie bei einem Anhalten der
derzeitigen Trends im Bildungsverhalten in den nächsten
Jahren nichts Wesentliches ändern, so Sausgruber.

Die Studie zeigt, dass es künftig in allen Bereichen der Vorarlberger Wirtschaft gilt, die Beschäftigten in den
Betrieben möglichst lange zu halten, sie ständig weiter zu qualifizieren und das heimische Arbeitskräftepotenzial besser
zu nutzen. Die Sozialpartner wollen den Hebel insbesondere
bei den Hauptzielgruppen "Frauen" und "Ältere Arbeitnehmer" ansetzen. Sausgruber: "Zwei Arbeitsgruppen werden gebildet,
um die in der Studie vorgeschlagenen Maßnahmen auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen." Laut der Studie ist es realistisch,
in den nächsten fünf Jahren die Erwerbsquote bei Frauen von
57 auf 62 Prozent und bei den über 55-Jährigen von 32 auf 38 Prozent anzuheben.

Die Partner des BPV sind das Land Vorarlberg, die Wirtschaftskammer, die Industriellenvereinigung, die
Arbeiterkammer, der ÖGB, das Arbeitsmarktservice, das Bundessozialamt und der Vorarlberger Gemeindeverband. Sie beschäftigen sich mit Fragen der künftigen Anforderungen an
den Arbeitsmarkt und das Qualifizierungsniveau der
Beschäftigten in der Vorarlberger Wirtschaft. Die BPV-
Projekte werden aus Mitteln des Bundes (54 Prozent) und der
EU (46 Prozent) unterstützt. Der jährliche Budgetrahmen liegt
bei rund zwei Millionen Schilling (145.000 Euro).
(gw/tm/dig,nvl)

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